Ernährung

Mittwoch, 9. Mai 2007
HAPPACH-KASAN: Bundesregierung betreibt Kahlschlagspolitik bei der Agrarressortforschung

Zur Anhörung über die Neustrukturierung der Agrarressortforschung im Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Deutschen Bundestags erklärt die Sprecherin für ländliche Räume der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Die Bundesregierung wird ihrer Verantwortung nicht gerecht, betreibt Kahlschlagspolitik in der Forschungsförderung und zerstört die vorhandenen Exzellenznetzwerke. Von den sieben gehörten Sachverständigen bewerteten vier das von der Bundesregierung vorgelegte Konzept zur Umstrukturierung der Agrarressortforschung überwiegend kritisch oder als total ungeeignet. Prof. Hans-Peter Piorr von der FH Eberswalde erklärte: Wenn dieses Konzept eine Diplomarbeit wäre, würde sie bei ihm durchfallen. Bundesagrarminister Horst Seehofer hatte kurz vor der Anhörung einem bayerischen Standort eine Stellenerhöhung von 30 Prozent gegenüber dem vorgelegten Konzept versprochen und damit selbst das Konzept in Frage gestellt. Die überproportionale Förderung süddeutscher Institute widerspricht der Bedeutung der Ernährungs- und Landwirtschaft in Nord- und Ostdeutschland. Es ist ein Armutszeugnis dieser Bundesregierung, dass das heute beratene Konzept dem selbst gestellten Anspruch nach Stärkung der wissenschaftlichen Exzellenz und Erreichung von Zukunftsfähigkeit nicht genügen kann. Die Schwächung der Ressortforschung gerade im Themenfeld Ernährung widerspricht eklatant den politischen Erfordernissen. In der älter werdenden Bevölkerung sind Fragen der altersangepassten Ernährung, der Vorbeugung vor Erkrankungen, die ihre Ursache in einer Fehlernährung haben, von großer Bedeutung.

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