Grüne Gentechnik

Freitag, 20. April 2007
HAPPACH-KASAN: Genehmigung von Freisetzungsversuchen ist Lichtblick für Wissenschaftsstandort Deutschland

Zur Genehmigung von Freisetzungsversuchen mit gentechnisch veränderten Kartoffeln durch das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Die inzwischen ausgesprochene Genehmigung von Kartoffelfreisetzungsversuchen in Deutschland ist ein Lichtblick und bedeutet eine Stärkung des Wissenschaftsstandorts Deutschland. Die FDP-Bundestagsfraktion erwartet von der Bundesregierung, und insbesondere von Bundesminister Seehofer sowie Bundesministerin Schavan Rückendeckung für diese Entscheidung und ein offensives Eintreten für die Notwendigkeit solcher Versuche. Die Vorteile gentechnisch verbesserter Pflanzen, besonders in der Nutzung als nachwachsende Rohstoffe wie z.B. die Stärkekartoffel zur Papierherstellung oder Bt-Mais für Biogasanlagen, sind unbestritten und gesellschaftlich anerkannt. Freisetzungsversuche sind zur Entwicklung neuer Sorten unverzichtbar und Voraussetzung für deren Zulassung. Ihre Durchführung garantiert die Sicherheit der Sorten. Vor diesem Hintergrund ist es absolut unverständlich, dass die Freisetzungsversuche teilweise Ziel von Zerstörungsaktionen sind. Diese Aktionen sind Straftaten, die die FDP scharf verurteilt. Kartoffeln werden in Deutschland seit 200 Jahren angebaut, sie haben keine heimischen Kreuzungspartner. Die Bewertungen der letzten Freisetzungsversuche durch das Umweltbundesamt und das Bundesamt für Naturschutz haben gezeigt, dass die Praxis ihrer Durchführung höchsten Ansprüchen genügt. Angesichts der Forschungsanstrengungen in Deutschland ist es überfällig, dass die Bundesregierung eine forschungs- und anwendungsfreundliche Novelle des Gentechnikgesetzes schnellstens auf den Weg bringt. Einen Vorschlag hierzu hat die FDP-Bundestagsfraktion bereits im Januar vorgelegt.

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