Ernährung

Donnerstag, 15. März 2007
Anhörung der FDP-Bundestagsfraktion am 26. März

Anhörung der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz der FDP-Fraktion im Deutschen Bundestag am Montag, 26. März 2007, 14:00-18.00 Uhr Veranstaltungsort: Deutscher Bundestag Paul-Löbe-Haus, Besuchereingang West A Otto von Bismarck Allee / Ecke, Konrad-Adenauer-Str. (Gegenüber dem Bundeskanzleramt) Raum: Sitzungssaal PLH 2600 Der Wettbewerb um die Nutzung landwirtschaftlicher Flächen: Nachwachsende Rohstoffe zur energetischen Nutzung kontra Veredelungswirtschaft 4,6% des Primärenergiebedarfs wurden in Deutschland in 2005 durch erneuerbare Energien gedeckt, davon etwa die Hälfte aus Biomasse. Das Potential der energetischen Nutzung von Biomasse ist jedoch bedeutend höher und wird auf etwa 10% des Primärenergieverbrauchs geschätzt. Der Nutzen der energetischen Verwertung nachwachsender Rohstoffe liegt in der Einsparung fossiler Brennstoffe und damit dem Einsparen von CO2-Emissionen und der regionalen Wertschöpfung in den ländlichen Räumen. Die Bereitstellung einer effizienten, nachhaltigen und kostengünstigen Energieversorgung hat in einem Industrieland wie Deutschland eine herausragende Bedeutung. Die landwirtschaftliche Produktion nachwachsender Rohstoffe und deren energetische Nutzung leisten dabei noch einen vergleichsweise geringen Beitrag. Zurzeit stehen die Verwertung von landwirtschaftlichen Reststoffen zusammen mit Energiemais in Biogasanlagen sowie die Produktion von Kraftstoffen auf der Basis von Rapsöl im Vordergrund. In beiden Fällen werden nachwachsende Rohstoffe energetisch verwertet, die traditionell ebenfalls als Futtermittel wie auch als Nahrungsmittel genutzt werden. Derzeit gibt es in Deutschland rund 3500 Biogasanlagen mit einer elektrischen Gesamtleistung von etwa 1100 Megawatt. Knapp 500.000 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche werden heute für den Anbau von nachwachsenden Rohstoffen zur Biogaserzeugung bereitgestellt. Das entspricht einem Anstieg von etwa 90 % in den vergangenen 5 Jahren. Diese Entwicklung hat zu einem verschärften Wettbewerb um landwirtschaftliche Flächen geführt, der die gesamte Veredlungswirtschaft und die nach gelagerten Bereiche vor allem der Ernährungswirtschaft vor große Herausforderungen stellt. Dabei rückt insbesondere das EEG mit seinen hohen und teilweise verfehlten Förderwirkungen in den Mittelpunkt der Kritik. Auf der einen Seite stehen die am freien Markt Nahrungsmittel erzeugenden Landwirte und die auf preiswerte und qualitativ hochwertige Rohstoffe angewiesene Ernährungswirtschaft. Auf der anderen Seite befinden sich Energieerzeuger, die Vorteile vor allem durch das EEG beim Wettbewerb um die knapper werdenden Flächen haben. Klima- und ernährungs-politische Ziele erfordern ein Nebeneinander beider Bereiche. Marktwirtschaftliche Rahmenbedingungen, die einen fairen Wettbewerb garantieren, bieten die Chance, bestehende Verzerrungen und Ungleichgewichte zu beseitigen. Ablauf: 14.00 Uhr Begrüßung und Moderation Dr. Christel Happach-Kasan, MdB / Sprecherin für Nachwachsende Rohstoffe und ländliche Räume der FDP-Bundestagsfraktion Stellungnahmen: 14.05 Uhr Bundesforschungsanstalt für Landwirtschaft (FAL) Dr. Yelto Zimmer 14.25 Uhr Fachverband Biogas e. V. Dr. Claudius da Costa Gomez / Geschäftsführer 14.45 Uhr Plan ET Biogastechnik GmbH, Vreden Hendrik Becker / Geschäftsführer 15.05 Uhr Deutscher Bauernverband e. V. (DBV) Dr. Helmut Born / Generalsekretär 15.25 Uhr Kaffeepause 15.45 Uhr Agrar- und Ernährungswissenschaftliche Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel / Inst. für Pflanzenbau u. Pflanzenzüchtung Dr. Antje Herrmann 16.05 Uhr Deutscher Brauer-Bund e. V. Peter Hahn / Geschäftsführer 16.25 Uhr Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands e. V. (ISN) Detlef Breuer / Geschäftsführer 16.45 Uhr Verband der Deutschen Holzwerkstoffindustrie e. V. Dr. Peter Sauerwein / Geschäftsführer 17.05 Uhr Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände e. V. (AGDW) Dr. Ute Seeling / Geschäftsführerin 17.25 Uhr Diskussion 17.55 Uhr Schlussworte Hans-Michael Goldmann, MdB / Agrarpolitischer Sprecher der FDP-Bundestagsfraktion 18.00 Uhr Ende der Veranstaltung Anmeldung zur Anhörung erbeten unter: FAX: 030 / 227 - 76113 Für externe Besucher: Bitte unbedingt vollständigen Namen sowie Geburtsdatum angeben und am 26.03.07 bitte gültigen Personalausweis mitbringen! Büro Dr. Christel Happach-Kasan, MdB Büroleiter Herr Christoph Metzner Platz der Republik 1 11011 Berlin Tel. 030 / 227 - 70205

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