Grüne Gentechnik

Samstag, 17. März 2007
Kontroverse um Bt-Mais sachlich entscheiden

Jürgen Trittin hat im Umweltministerrat der EU-Kommission am 24. Juni 2005 der Zulassung von MON 863 als Tierfutter zugestimmt. Die endgültige Zulassung erfolgte im Januar 2006 durch die EU-Kommission. Jetzt wird diese Entscheidung auf der Grundlage einer Neubewertung der Fütterungsstudie von Monsanto durch französische Wissenschaftler kritisiert. Es stellt sich die Frage, wer vertrauenswürdiger ist: Die Wissenschaftler der EFSA (European Food and Safety Authority) und des BVL (Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit), die wiederholt bekräftigt haben, dass MON 863 gesundheitlich unbedenklich sei oder die französischen Wissenschaftler um Prof. Gilles-Eric Seralini. Zunächst bleibt festzuhalten, dass es keine weiteren Hinweise für die behauptete fehlerhafte Auswertung der Fütterungsstudien durch EFSA und BVL gibt. MON 863 wird wie andere gentechnisch veränderte Maissorten auch verfüttert, ohne dass Klagen von Landwirten über die Unverträglichkeit des Futters bekannt geworden sind. Die Anbauflächen steigen von Jahr zu Jahr. EFSA und BVL haben bisher sehr verantwortlich gearbeitet und verdienen daher Vertrauen. Prof. Seralini ist Mikrobiologe und ausgewiesener Gentechnikgegner. Er hat mit Unterstützung von Verbänden, die fundamentalistisch gegen die Grüne Gentechnik kämpfen, seine Ergebnisse veröffentlicht. Deren Studien haben sich nicht immer als wirklich belastbar erwiesen.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema