Ernährung

Donnerstag, 25. August 2005
Marker-Impfstoff gegen die Vogelgrippe mit Hilfe der Gentechnik entwickelt

Zur Diskussion um die Vogelgrippe erklärt die Gentechnikexpertin

der FDP-Bundestagsfraktion, Christel Happach-Kasan:



Der von Forschern im Friedrich-Loeffler-Institut auf der Insel Riems

entwickelte Impfstoff gegen die Vogelgrippe bietet die Chance, die Seuche

einzudämmen. Durch das Impfen der Tiere kann das zurzeit praktizierte

Töten der Tiere, das der Eindämmung der Seuche dient, vermieden

werden. Die Forscher auf Riems veränderten mit Hilfe gentechnischer

Methoden die Erbinformation für ein entsprechendes Virusprotein. Mit

diesem Impfstoff ist es möglich, geimpfte Tiere von virusinfizierten Tieren

zu unterscheiden. Zur Verhinderung der Ausbreitung der Seuche müssen

dann Tiere nicht mehr getötet werden. In der Humanmedizin sind die

wesentlichen Infektionskrankheiten des Menschen wie Pocken, Masern,

Kinderlähmung, Diphtherie mit Impfstrategien erfolgreich bekämpft und wie

das Beispiel der Pocken zeigt, sogar ausgerottet worden. Mit dem auf

Riems entwickelten Marker-Impfstoff gegen die Vogelgrippe kann endlich

diese Tierseuche mit modernen Methoden bekämpft werden. Impfen statt

Töten kann Wirklichkeit werden durch die Anwendung gentechnischer

Methoden. Gleichzeitig werden Menschen vor der Ansteckung dieser

teilweise lebensbedrohlichen Erkrankung geschützt.

Mit diesem neuartigen Impfstoff hoffen deutsche Forscher, die weltweit

verbreitete Geflügelpest in den Griff zu bekommen. Erste Versuchsreihen

mit dem Wirkstoff seien erfolgreich abgeschlossen worden, teilte das

Forschungsinstitut mit. Versuche haben gezeigt, dass der Impfstoff Hühner

gegen Grippeviren schützen kann, die zum Beispiel 2003 für den Ausbruch

der Geflügelpest in den Niederlanden verantwortlich waren oder die derzeit

in Südostasien für eine neue Grippewelle sorgten.

Für die FDP zeigt das Beispiel erneut, dass gentechnische Methoden für

den Tierschutz und die Gesundheit der Menschen einen Gewinn

bedeuten. Die von Gentechnikgegnern hervorgehobenen angeblichen

Risiken sind in der Gegenüberstellung zu den Vorteilen marginal und in

jedem Fall beherrschbar.

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