NaWaRo / Wald

Donnerstag, 30. September 2004
Tierschutz braucht einen höheren Stellenwert in der EU

Bei einem Gespräch der schleswig-holsteinischen Bundestagsabgeordneten Dr. Christel Happach-Kasan mit der Europabeauftragten des Tierschutzverbandes Vier Pfoten, Frau Veronika Haunold, und der Geschäftsführerin Frau Dr. Marlene Wartenberg, wurde eine weitgehende Einigkeit in den tierschutzpolitischen Zielen von FDP und Vier Pfoten festgestellt.



Es wurde Gemeinsamkeit darüber erzielt, dass der Tierschutz auf EU-Ebene einen höheren Stellenwert erhalten müsse. In der Landwirtschaft stellt nur die Umsetzung einheitlicher Standards in der gesamten EU sicher, dass Tiere artgerecht gehalten werden und sich die Tierhaltung nicht in Länder mit geringeren Standards verlagert. Standards im Tierschutz müssen im Einklang mit der Fachwissenschaft definiert werden. Die artgerechte Haltung von Tieren umfasst die Haltungsbedingungen: Raumbedarf pro Tier abhängig von der Größe, die Möglichkeit der Ausübung von angeborenen Verhaltensweisen sowie die artgerechte Ernährung.



Haltungsformen und Ernährungsweisen, die zu überproportional hoher Anzahl von Todesfällen führen, müssen verboten werden. Es wurd auch Übereinstimmung darin erzielt, dass weitere Anstrengungen unternommen werden müssen, um Tierversuche durch andere, wie z.B. zellbiologische Verfahren zu ersetzen. Insbesondere die europäische Chemikalienpolitik muss überprüft werden. Es ist völlig überzogen, wenn unter dem Deckmantel des Umweltschutzes für bekannte und sichere chemische Stoffe komplizierte Prüfverfahren mit aufwändigen Tierversuchen gefordert werden, ohne dass ernsthafte Risiken abgeklärt werden müssten. Tiere leiden, aber ein Gewinn an Sicherheit wird nicht erzielt.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema