NaWaRo / Wald

Mittwoch, 13. April 2005
Durch mehr Holznutzung Arbeitsplätze im ländlichen Raum sichern

BERLIN. Zur heutigen Anhörung des Ausschusses für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft zur Bundeswaldinventur, zur Charta für Holz und zum Waldzustandsbericht 2004 erklärt die forstpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel HAPPACH-KASAN:



In der Anhörung kritisierte die Mehrheit der eingeladenen Experten die jährliche Kronenzustandserfassung als wenig aussagekräftig zur Beurteilung des Waldzustands und forderte die stärkere Berücksichtigung von Bodenuntersuchungen bei der Erstellung der Waldzustandsberichte. Das Umweltgutachten des Jahres 2000 beurteilt die Methodik ebenfalls kritisch. Die entsprechende Forderung im FDP-Antrag nach einer Änderung der Berichte findet somit weitreichende Unterstützung. Nur die Bundesregierung hält entgegen dem Rat der Wissenschaftler an dem bisherigen ineffektiven Verfahren fest, so in ihrer Beantwortung einer Kleinen Anfrage (Drucksache 15/5192). Da die EU-Förderung ausläuft, werden die Länder überlegen, ob sie mit eigenem Geld die Berichte in der jetzigen Form fortführen werden. Die FDP sieht sich durch die Anhörung bestärkt in ihrer Forderung, dass dort, wo der Wald die Medizin der Kompensationskalkungen braucht, sie ihm nicht verwehrt werden sollte. Da damit von der Gesellschaft verursachte Schäden ausgeglichen werden, sollte das Verursacherprinzip Anwendung finden.

Die Charta für Holz findet allgemeine Anerkennung, Tendenzen für eine Zunahme der Holznutzung zeichnen sich jedoch bisher nicht ab. Nach Auffassung der FDP brauchen wir eine europaweit einheitliche Regelung des Fahrzeuggesamtgewichts, denn der Anteil der Transportkosten an den Kosten der Holzbereitstellung ist hoch und beeinflusst damit die Wettbewerbsfähigkeit und die Möglichkeiten überhaupt durch Holznutzung Gewinne zu erzielen. Da nach den Ergebnissen der Bundeswaldinventur die Nutzungspotentiale im Privatwald bisher nicht ausgeschöpft werden, sollten die Rahmenbedingungen für die Holznutzung gezielt verbessert werden. Nur dann kann im übrigen die Bundesregierung ihr Ziel, die Holznutzung um 20 Prozent zu steigern, erreichen. Außerdem fordert die FDP die Bundesregierung auf, ihre Überlegungen zur Novellierung des Bundeswaldgesetzes zu den Akten zu nehmen, denn in der jetzigen wirtschaftlichen Situation bedeuten weitere Regulierungen eine Schwächung des Clusters Forst und Holz und Arbeitsplatzverluste in den ländlichen Räumen.

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