Schleswig-Holstein

Donnerstag, 30. Juni 2005
Schwache Schulen in Schleswig-Holstein

Die Zeitschrift Capital vom Bonner Marktforschungsinstitut Europressedienst hat in Zusammenarbeit mit dem Institut für Schulentwicklungsforschung (IFS) der Universität Dortmund einen deutschlandweiten Leistungsvergleich für Schulen mit gymnasialer Oberstufe erstellt. Das Ergebnis ist zumindest für den Norden ernüchternd. Keine einzige Schule aus Schleswig-Holstein konnte einen Platz unter den ersten 100 erreichen. So schlecht hat sonst nur noch das Saarland abgeschnitten. Dagegen erzielten fünf Schulen in Hamburg und drei in Mecklenburg-Vorpommern einen Platz unter den ersten 100, darunter das Gymnasium im benachbarten Gadebusch. Völlig zu Recht titelt daher die Zeitschrift Capital: 'Schulen im Norden: Schwache Region'.



Alle 3480 Gymnasien, Gesamt- und Waldorfschulen wurden eingeladen, sich an dem Leistungsvergleich zu beteiligen. 575 Schulen nahmen teil, das sind etwa 17%. Nachfragen ergaben, dass von den 169 Schulen in Schleswig-Holstein nur 13 Schulen mitmachten, das sind nur 9%. Das Meinungsforschungsinstitut gibt die Namen der nicht platzierten Schulen nicht bekannt. Schulen, die sich beteiligt haben, konnten also mit einer Beteiligung am Wettbewerb nur gewinnen, insbesondere Anerkennung ihrer Leistung. Daher ist es sehr schade, dass so wenige schleswig-holsteinische Schulen sich beteiligt haben. Ich bin sicher, es gibt auch bei uns Schulen, die einen Platz unter die ersten 100 geschafft hätten.



Die PISA-Studie mit den nur mittelmäßigen Bewertungen für die Leistungen unserer Schülerinnen und Schüler hat die Leistungsfähigkeit unserer Schulen ins Blickfeld gerückt. Die Beteiligung an diesem Wettbewerb war eine Chance für Schulen, ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Gleichzeitig hilft ein guter Platz Vertrauen in die Institution Schule bei den Eltern zu gewinnen und Kommunalpolitiker von Investitionen in Schulen zu überzeugen. Wir leben in einer Wissensgesellschaft. Die Bildung und Ausbildung unserer Schülerinnen und Schüler ist daher die wichtigste Vorsorge für die Zukunft. Das erfordert ein großes Engagement von Eltern, Lehrern und den politischen Entscheidungsträgern.

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