Schleswig-Holstein

Dienstag, 16. August 2005
FDP-Bundestagsabgeordnete Happach-Kasan fordert: Lübeck muss Elite-Universität werden

Fallpauschalengesetz muss neu verhandelt werden



LÜBECK. In die Diskussion um die Zukunft der Universität Lübeck kommt Bewegung. Die FDP Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan erklärte: 'Lübeck muss zur Elite-Universität ausgebaut werden. Denn eins wird bei den Überlegungen über das Klinikum ganz deutlich: Lübeck befindet sich in einem hervorragenden Zustand. Die finanzielle Schieflage ist durch Fehler in der Gesundheitspolitik entstanden.' Besonders kritisierte Happach-Kasan die unterschiedlichen Fallpauschalen in den einzelnen Bundesländern. 'Es ist nicht einzusehen, warum die Krankenkassen für eine Blinddarmoperation in Hamburg erheblich mehr bezahlen als für den gleichen Eingriff in Lübeck.' Schleswig-Holstein befinde sich bei der Vergütung von Gesundheitsleistungen am untersten Ende aller deutschen Länder. 'Deshalb fordere ich die Gesundheitsministerin auf, die Verträge mit den Krankenkassen sofort zu kündigen und im Sinne von mehr Bezahlgerechtigkeit neu zu verhandeln', erklärte sie. 'Wenn Lübeck genauso viel Geld für gleiche Leistungen wie zum Beispiel Hamburg bekäme, würde das Klinikum nicht 15 Millionen Euro Minus im Jahr einfahren, sondern 30 Millionen Euro Gewinn ausweisen.' Lübeck habe bei der Ausbildung von Medizinern deutschlandweit einen hervorragenden Ruf. 'Da müssen wir ansetzen und zusätzlich den Forschungsbereich stärken. Dann kann hier eine Elite-Universität entstehen, die weltweit mit den Besten konkurriert', sagte Dr. Happach-Kasan, die in der FDP-Fraktion Sprecherin für die ländlichen Räume ist. Für Schleswig-Holstein sei eine Entwicklung in diese Richtung von enormer Bedeutung. 'Die schöne Landschaft alleine wird nämlich nicht ausreichen, um die Zukunft Schleswig-Holsteins zu sichern', urteilte sie. Neben dem weiteren Ausbau des Tourismus seien weitere Anstrengungen nötig, um das Land nicht zum Armenhaus Deutschlands verkommen zu lassen. 'Wenn wir uns als Gesundheitsregion profilieren könnten, wäre das ein Schritt in die richtige Richtung. Wenn wir uns dazu noch als Forschungs- und Bildungszentrum etablieren könnten, sähe die Zukunft Schleswig-Holsteins schon ganz anders aus', berichtete die Abgeordnete. Besonders Hightechunternehmen würden nämlich traditionell die Nähe zu Forschungs- und Bildungsstandorten suchen.

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