Ernährung

Donnerstag, 3. November 2005
Bildung ist Bürgerrecht - Maßnahmen gegen ungleiche Bildungschancen ergreifen

Zu den heute vorgestellten Ergebnissen des PISA-Bundesländer-Vergleichs erklärt die schleswig-holsteinische FDP-Bundestagsabgeordnete Dr. Christel HAPPACH-KASAN:



'Die neuesten PISA-Zahlen sind völlig unbefriedigend. In Deutschland entscheidet die soziale Herkunft stärker als in allen anderen Industrieländern über den Schulerfolg eines Kindes. Dadurch wird die gesellschaftliche Entwicklung gehemmt, denn in unserer Wissensgesellschaft wird die Intelligenz aller gebraucht. Bei gleicher Intelligenz und gleichem Wissensstand hat ein 15-jähriger Schüler aus einem reichen Elternhaus eine deutlich höhere Chance, Abitur zu machen als ein Gleichaltriger aus einem ärmeren Elternhaus. Dies gilt auch für Schleswig-Holstein, auch wenn dies bei uns nicht so ausgeprägt ist, wie in anderen Bundesländern. Unsere Schulen leisten zu wenig bei der Förderung von Arbeiter- und Migrantenkindern. Um allen Kindern gleiche Chancen zu geben, muss die frühkindliche Förderung verbessert werden. Die FDP strebt an, dass die Kindergärten für die Eltern kostenfrei sind. Dafür ist eine Umschichtung der Bildungsaufgaben erforderlich, denn die Kommunen können nicht mit höheren Kosten belastet werden. Der Sprachunterricht für Migrantenkinder muss verbessert werden, denn nur wer die deutsche Sprache beherrscht, kann die Schule mit Erfolg besuchen. Die Qualität des Unterrichts muss verbessert werden. Dies ist nicht nur eine Frage des Geldes sondern auch der Motivation. Es sollte als Privileg empfunden werden, mit Kindern und Jugendlichen arbeiten zu dürfen. Dennoch hat der Lehrerberuf an Attraktivität verloren, weil Lehrern häufig die gesellschaftliche Anerkennung versagt wird. Wir brauchen keine neue Strukturdebatte sondern eine Verstärkung der frühkindlichen Förderung, eine Verbesserung der Ausbildung von Lehrern und Kindergärtnern und mehr gesellschaftliche Wertschätzung der schulischen Bildungsarbeit.'



Im Zuge der Verhandlungen von CDU/CSU und SPD wurde bekannt, dass die große Koalition plant, bis 2010 jährlich drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Forschung und Entwicklung auszugeben. Diesen Vorschlag unterstützt die Liberale: 'Das ist ein Schritt in die richtige Richtung. Jetzt müssen konkrete Vorschläge auf den Tisch. Bildung ist ein entscheidender Faktor zur Teilhabe am Berufsleben, an der Gesellschaft und zur Persönlichkeitsentwicklung und damit ein zentrales Bürgerrecht', erklärt die FDP-Bundestagsabgeordnete.

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