Schleswig-Holstein

Donnerstag, 15. August 2002
Besuch beim Nordwerk der BQG in Ratzeburg

BQG als Instrument der arbeitsmarktpolitischen Regionalentwicklung stärken



Die FDP-Landtagsabgeordnete Dr. Christel Happpach-Kasan und die Geschäftsführerin des FDP-Kreisverbandes und stellvertretende Vorsitzende der Bundesinitiative Liberaler Mittelstand in S-H, Anne Christina Remus, besuchten am 14. Aug. gemeinsam das Nordwerk der BQG in Ratzeburg und informierten sich bei dem Geschäftsführer der Gesellschaft, Herrn Alexander Willberg. Anschließend führte Frau Bärbel Buch sie durch die einzelnen Abteilungen.



'Die BQG kann Menschen auf dem Weg zurück in ein selbstverantwortetes Leben helfen, die aus den verschiedensten Gründen auf ihrem Lebensweg ins Straucheln geraten sind. Dadurch ist sie eine wichtige Dienstleistungseinrichtung in der Region.' Dr. Ch. Happach-Kasan und A.C.Remus waren mit Herrn Willberg einig, dass wir in Deutschland mehr in Menschen investieren müssen. Das Programm der BQG zur Jobrotation unterstützt diese Zielsetzung: Unternehmen lernen Sozialhilfeempfänger an, die dann Arbeitnehmer während einer Weiterbildungsmaßnahme vertreten. Sowohl die Weiterbildung von Arbeitnehmern als auch das Anlernen der Sozialhilfeempfänger bedeuten einen Kompetenzgewinn, der oft in neue Arbeitsplätze mündet.



Die BQG wurde gegründet, um Sozialhilfeempfängern, über Qualifizierungsmaßnahmen sowie begleitende Praktika die Chance zu eröffnen, eine sozialabgabenpflichtige Arbeit aufzunehmen. Die FDP hat die Arbeit der BQG mit kritischer Aufmerksamkeit begleitet. Projekte der BQG wie das Medienprojekt, bei dem die BQG in Konkurrenz zu Betrieben im Kreis aufgetreten ist, hat die FDP strikt abgelehnt. Inzwischen hat die BQG ihren Schwerpunkt auf die Zusammenarbeit mit Betrieben gelegt und für das vergangene Jahr mit der Vermittlung von 770 Personen eine positive Arbeitsbilanz vorgelegt. 'Wir begrüßen diese Entwicklung', so Happach-Kasan und Remus.



Die Erfahrungen der BQG machen deutlich, dass Unternehmer Arbeitskräfte nur einstellen, wenn sie deren Fähigkeiten und Arbeitshaltung zuvor im Betrieb einzuschätzen gelernt haben. Praktika und Zeitarbeitsverträge sind dafür wichtige Möglichkeiten, ein verstärkter Kündigungsschutz verhindert, dass Menschen eine Chance auf Arbeit erhalten und schützt nicht vor Arbeitslosigkeit. Eine fehlende oder schlecht organisierte Nachfolgeregelung beim Ausscheiden des Unternehmers bedroht Arbeitsplätze. Unser Kreis ist gemeinsam mit den Nachbarkreisen in M/V Modellregion für ein Projekt, bei dem Betriebe bei der Unternehmensnachfolge beraten werden.



In einem waren sich die FDP-Politikerinnen und der Geschäftsführer der BQG einig: Das Duale Ausbildungssystems muss weiterentwickelt werden, damit praktisch begabte Menschen die Chance zu einer abgeschlossenen Berufsausbildung und nicht an den hohen theoretischen Anforderungen scheitern. Der Kleine Gesellenbrief oder ein modularer Aufbau der Ausbildung können dabei helfen. 'Dies ist eine wichtige Aufgabe für die kommende Legislaturperiode im Bundestag', so Happach-Kasan.

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