Schleswig-Holstein

Mittwoch, 15. Februar 2006
Happach-Kasan: Vogelgrippe erreicht Ostsee - Nutztiere müssen geschützt werden

Berlin/Bäk, 15.02.2006 Zum Auffinden von toten Schwänen auf Rügen, bei denen Vogelgrippe nachgewiesen wurde, erklärt die Leiterin der Arbeitsgruppe Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: Der Fund der toten Schwäne auf Rügen hat deutlich gemacht, dass die Vogelgrippe inzwischen die Ostsee erreicht hat, ihre Verbreitung unter Wildvögeln nicht aufzuhalten ist. Es ist mit weiteren Funden zu rechnen. Dies gilt insbesondere für Schleswig-Holstein, da das Virus insbesondere über ziehende Wasservögel in Gewässer eingetragen wird. Insbesondere Enten übertragen das Virus. Schwäne werden als große, auffällige Vögel besonders leicht aufgefunden. Jetzt ist es vordringlich, alle Bestände von Nutzgeflügel vor der Einschleppung der Vogelgrippe zu schützen. Dies gilt für Tiere in landwirtschaftlichen Betrieben, Hobbyhaltungen, für Rassegeflügel, für Vögel in Zoos und in Tierparken. Diesem Ziel dienen das in Mecklenburg-Vorpommern sofort geltende, im übrigen Bundesgebiet ab Freitag, dem 17. Februar, geltende Aufstallungsgebot, sowie das Verbot von Geflügelmärkten und -ausstellungen. Der vorbeugende Schutz von Nutztieren durch Impfung ist zurzeit nicht möglich, da kein EU-weit zugelassener Impfstoff zur Verfügung steht. Die FDP fordert, dass an der Zulassung des mit gentechnischen Methoden entwickelten Markerimpfstoffes mit Hochdruck gearbeitet wird, damit beim möglichen Ausbruch der Vogelgrippe deren Verbreitung durch Impfung statt durch Keulung verhindert werden kann. Es entsteht der Eindruck, dass die Entwicklung des Impfstoffes nicht mit der nötigen Intensität verfolgt wurde und verfolgt wird. Gegenwärtig kann eine erhöhte Aufmerksamkeit gegenüber Funden toter Wildvögel helfen, die weitere Verbreitung der Vogelgrippe zu verfolgen. Von toten Vögeln müssen Tupferproben an die Behörden weitergeleitet werden. Es ist eine gute Nachricht, dass die Krankheit bisher nicht in wirtschaftlich genutzten Beständen aufgetreten ist. Alle Maßnahmen dienen dem Ziel, diese Geflügelbestände zu schützen. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Prof. Reinhard Kurth, hat deutlich gemacht, dass für die Verbraucherinnen und Verbraucher "überhaupt kein Gefährdungspotential' besteht. Geflügelfleisch ist nach wie vor ein gesundes Lebensmittel.

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