Schleswig-Holstein

Montag, 4. Dezember 2006
Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals als Teil des transeuropäischen Verkehrsnetzes

Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Christel Happach-Kasan, Hans-Michael Goldmann, Horst Friedrich (Bayreuth), weiterer Abgeordneter und der Fraktion der FDP Drucksache 16/1722 Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals als Teil des transeuropäischen Verkehrsnetzes Vorbemerkung der Fragesteller: Nach einer Berichterstattung in den Lübecker Nachrichten vom 16. Mai 2006 hat der parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Achim Großmann, in einem Brief geschrieben: Ein Ausbau des Elbe-Lübeck-Kanals findet nicht statt. Der Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung, Jörg Hennerkes, hat bei der Einweihung der neuen Lauenburger Schleuse im Mai diesen Jahres festgestellt: Der Elbe-Lübeck-Kanal wird in Zukunft eine wachsende Bedeutung haben. Die Lauenburger Schleuse ist der erste Neubau einer Schleuse des inzwischen mehr als 100 Jahre betriebenen und am 16. Juni 1900 eingeweihten Elbe- Lübeck-Kanals (ELK). Mit einer Kammerlänge von 115 Metern ermöglicht die neue Schleuse dem modernen Großmotorgüterschiff die Fahrt zum Lauenburger Hafen. Eine Weiterfahrt durch die übrigen sechs Schleusen in die Häfen von Mölln und Lübeck ist jedoch aufgrund der geringen Abmessungen der alten Schleusen (80 Meter Länge) für diese Schiffe nicht möglich. Die alten Schleusen ermöglichen lediglich eine Durchfahrt des Europaschiffs in teilbeladenem Zustand. Der Elbe-Lübeck-Kanal (ELK) verbindet das Elbestromgebiet mit der Ostsee und ist damit Zubringer für den Lübecker Hafen. Auf Vorschlag der EU-Kommission ist der Kanal Teil des Transeuropäischen Verkehrsnetzes. Nach über 100-jährigem Betrieb zeigen sich deutliche Schäden am Elbe-Lübeck-Kanal und seinen Kanalbauwerken. Mehrere Brückenbauwerke weisen erhebliche Mängel auf, sind reparaturbedürftig und aus Sicherheitsgründen nur noch eingeschränkt befahrbar. Nach Fertigstellung der Lauenburger Schleuse ist die Witzeezer Schleuse mit einer Länge von 80 Metern ein für Großmotorgüterschiffe unüberwindliches Nadelöhr für die Nutzung des Kanals bis zum Möllner Hafen. Der Bundesverkehrswegeplan 2003 weist für den Elbe-Lübeck-Kanal Investitionen in Höhe von 113,5 Mio. Euro aus. Geplant sind Ersatzinvestitionen einschließlich von Schleusenverlängerungen. Derzeit findet auf dem Kanal ein jährlicher Güterverkehr von etwa 1 Mio. t pro Jahr statt. Dieser Verkehr wird sich nach Prognosen der IHK Lübeck in den kommenden Jahren um mindestens 10 bis 15 Prozent erhöhen. Der Kanal hat für den Tourismus in der Region eine erhebliche Bedeutung.Über 6 000 Freizeitboote passieren jährlich den Kanal, der durch landschaftlich sehr reizvolle Regionen führt. Die Hansestadt Lübeck hat auf ihrem Stadtgebiet die von Wasserbaudirektor Ludwig August Hotopp konstruierten Hubbrücken in den neunziger Jahren unter Denkmalschutz gestellt. Die sechs alten Schleusen des 67 km langen Elbe-Lübeck-Kanals wurden ebenfalls von Wasserbaudirektor Ludwig August Hotopp entwickelt. Das Hotoppsche Schleusenprinzip funktioniert ohne Energiezufuhr von außen. Das Ö

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