Schleswig-Holstein

Donnerstag, 10. Februar 2005
Leserbrief zur Berichterstattung über den Kreisbauerntag vom 9. Februar

In Schleswig-Holstein hängt jeder vierte Arbeitsplatz direkt oder indirekt von der Landwirtschaft ab, bundesweit ist es nur jeder zehnte. Alle Maßnahmen, die die Wettbewerbsposition der Landwirtschaft verschlechtern, sind somit Maßnahmen, die zugleich auch zum Arbeitsplatzabbau führen. Das ist in Schleswig-Holstein, wo es wenige gewerbliche Arbeitsplätze gibt, für die betroffenen Menschen besonders dramatisch. Die rot-grüne Bundesregierung wie auch die Landesregierung setzen mit ihrer Politik wissentlich und willentlich Arbeitsplätze aufs Spiel. Dafür zwei Beispiele: In einer Situation, in der die Nachbarländer Dänemark und Frankreich die Steuern für Agrardiesel auf unter 10 Cent pro Liter senken, hat die Bundesregierung die Steuer auf 39,9 Cent erhöht. Das sind zusätzliche Kosten, die durch Arbeitsplatzabbau finanziert werden. Hintergrund der geminderten Steuer ist auch bei uns, dass Mähmaschinen in aller Regel nicht auf öffentlichen Straßen fahren und sehr viele Geräte mit Diesel betrieben werden. Gleichzeitig müssen Betriebe mit Hennen- und Schweinehaltung höhere Standards einhalten. Die Wirkung ist schon jetzt erkennbar, denn innerhalb der EU haben tierhaltende Betriebe Marktanteile verloren. Auch dies geht zu Lasten von Arbeitsplätzen. Diese vielfach mit dem Argument des Tierschutzes betriebene Politik ist in weiten Teilen Symbolpolitik. Wie anders ist zu erklären, dass eine artgerechte Ernährung der Tiere nicht gefordert wird, dass Betriebe mit überhöhten Mortalitätsraten, bei der Legehennenhaltung teilweise bis zu 25 %, weiter wirtschaften dürfen, obwohl dies dem Tierschutz widerspricht. Es hat auch nichts mit dem Verbraucherschutz zu tun, denn die vielgepriesenen Freilandeier haben höhere Dioxinwerte als andere. Es ist richtig, was der Agrarökonom Prof. Dr. P. Schmitz auf dem Kreisbauerntag feststellte: 'Die rot-grüne Agrarpolitik ist ein ernstzunehmendes Entwicklungshemmnis.'

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