Grüne Gentechnik

Freitag, 12. Januar 2007
HAPPACH-KASAN: Verurteilung von Feldzerstörern stärkt deutsche Rechtsordnung

BERLIN. Zur Verurteilung von Gentechnikgegnern in Brandenburg wegen Sachbeschädigung erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Das Gericht in Zehdenick hat die Aktivisten, die an einem Wochenende im Sommer des letzten Jahres ein Maisfeld der Agrargenossenschaft Badingen teilweise zerstört haben, für diese Sachbeschädigung bestraft. Es ist Vandalismus, mal eben ein Maisfeld zu zertrampeln, deshalb hat das Gericht richtig entschieden. Demonstrationstouristen, insbesondere aus Süddeutschland, hatten das Wochenende als Happening gestaltet. Die Bürgerinnen und Bürger aus dem Dorf hatten ohne Beteiligung zugeschaut. Die Gentechnik-Gegner waren sich der Tatsache bewusst gewesen, dass sie eine Sachbeschädigung begingen. Dies haben sie öffentlich vor der Demonstration gesagt. Der Eigennutz bestand in der Durchführung des Happenings auf Kosten anderer. Menschen müssen sich in Deutschland auf den Schutz ihres Eigentums durch den Staat verlassen können, und wenn dies nicht gelingt, müssen die Täterinnen und Täter bestraft werden. Richter Sven Stolpe hat zu Recht auf die Verteidigung der Rechtsordnung hingewiesen. Die Ablehnung, Produkte von gentechnisch veränderten Pflanzen zu essen, rechtfertigt nicht, deren Anbau zu zerstören. Wer keinen Spargel mag, darf deshalb noch lange nicht Spargelfelder zerstören. Die Zulassung neuer Pflanzensorten erfolgt durch die Fachbehörden, die deren Eignung genau prüfen. Pflanzensorten, die mit gentechnischen Methoden gezüchtet wurden, sind genauso sicher wie Pflanzensorten, die mit anderen Methoden gezüchtet wurden. Der Anbau dieser Sorten seit 10 Jahren auf über 90 Millionen Hektar weltweit hat die Attraktivität gentechnisch verbesserter Sorten bewiesen.

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