Grüne Gentechnik

Mittwoch, 29. November 2006
HAPPACH-KASAN: Zustimmung zur Zulassung der Stärke-Kartoffel ist ein Schritt in die richtige Richtung

BERLIN. Zum Bericht von Staatssekretär Peter Paziorek in der heutigen Sitzung des Bundestagsausschusses für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz über das zustimmende Votum der Bundesregierung zur Zulassung der gentechnisch veränderten Kartoffel "Amflora' erklärt die Gentechnik-Expertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Am 4. Dezember wird in Brüssel über die Zulassung der so genannten "Stärke-Kartoffel' entschieden werden. Die FDP begrüßt, dass die Bundesregierung mit der Zustimmung zur Zulassung der Kartoffel wissenschaftlichen Empfehlungen und auch Vorstellungen aus den Reihen der Umweltverbände folgen will. Dies entlässt sie jedoch nicht aus der Verantwortung, endlich eine praxistaugliche Novelle des Gentechnikgesetzes vorzulegen. Noch besteht die Chance, vor der nächsten Anbausaison ein Gesetz zu verabschieden, das den Landwirten Rechtssicherheit bietet und Forschung und Anbau gentechnisch veränderter Pflanzen ermöglicht. Nur dann kann die High-Tech-Strategie der Bundesregierung Erfolg haben. Bundesumweltminister Sigmar Gabriel hatte bereits in einer Plenardebatte die gentechnisch veränderte Stärke-Kartoffel als positives Beispiel für die Chancen der Grünen Gentechnik genannt. Diese Kartoffel bietet den Vorteil für die Umwelt, dass bei der Gewinnung von Stärke weniger Wasser und weniger Energie benötigt wird. Die Stärke soll in der Papierproduktion eingesetzt werden. Gutachten vom Umweltbundesamt und dem Bundesamt für Naturschutz, die die bisherigen Erfahrungen mit Freisetzungsversuchen von Kartoffeln bewerten, zeigen, dass mit keinerlei Auskreuzungen zu rechnen ist und die im Boden verbliebenen Knollen im Boden bereits bei minus drei Grad die Keimfähigkeit verlieren. Bei den gestrigen "Mendel-Gesprächen' in Berlin hat übrigens Frau Prof. Renate Köcher, Geschäftsführerin des Institus für Demoskopie Allensbach, darauf hingewiesen, dass in der Bevölkerung eine hohe Akzeptanz für die Nutzung gentechnisch veränderter Pflanzen als Industrierohstoffe besteht.

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