Grüne Gentechnik

Mittwoch, 11. Mai 2005
Keine Gefahr durch gentechnisch veränderten Mais - rot-grüner Sturm im Wasserglas

BERLIN. Anlässlich der öffentlichen Anhörung im Verbraucherausschuss zur Kontrolle von ungenehmigten gentechnisch veränderten Organismen (GVO) erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Christel HAPPACH-KASAN:





Die Sachverständigen haben den Versuch der Skandalisierung von illegal aus den USA importiertem GVO-Mais als 'Sturm im Wasserglas' entlarvt. Alle Sachverständigen - einschließlich der von Rot-Grün benannten Sachverständigen - sehen keine Gefährdung der Gesundheit von Menschen oder der Umwelt durch den illegalen Import von gentechnisch verändertem Bt-(Bacillus thuringiensis)-10-Mais oder Bt-11-Mais aus den USA nach Europa. Außerdem wurde von dem Ländervertreter und dem Präsidenten des Bundesamtes für Verbraucherschutz klargestellt, dass seit 2003 in Deutschland kein Bt-11-Mais mehr in den Handel gelangt ist. Ob überhaupt der mit einer Antibiotikaresistenz ausgestattete Bt-10-Mais nach Europa gekommen ist, kann nicht abschließend bewertet werden. Aber selbst in diesem Falle wären keine Gefahren zu erwarten, da alle enthaltenen Konstrukte bereits die erforderliche Sicherheitsüberprüfung erfolgreich durchlaufen haben.



Als Fazit der Anhörung lassen sich folgende zwei Punkte festhalten:

1. In Europa müssen schnellstens praxistaugliche Schwellenwerte für GVO-Saatgut eingeführt werden. Diese müssen deutlich höher sein als die Nachweisgrenze von 0,1 Prozent, da sonst die Fehlerquote bei der Zertifizierung sehr hoch ist. Der Schwellenwert muss gewährleisten, dass die Ernte den Schwellenwert für die Kennzeichnung einhält.

2. Eine grundlegende Novellierung des Gentechnikrechts in Deutschland ist dringend erforderlich. Insbesondere eine vernünftige Ausgestaltung der Haftungsregelung und eine bessere Definition des Inverkehrbringens sind zwingend erforderlich.

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