Fischerei

Freitag, 27. Oktober 2006
O-Ton zum FDP-Antrag 'Fischartenschutz fördern - Vordringliche Maßnahmen für ein Kormoranmanagement'

"Der Kormoran hat sich in den letzten Jahrzehnten sowohl in der Bundesrepublik Deutschland als auch in zahlreichen Nachbarstaaten stark vermehrt. Diese Vermehrung hat gravierende Auswirkungen auf die gesamte Fischfauna, wie auch die Binnen- und Teichwirtschaft. Bei einer täglichen Fischaufnahme von etwa 500 g ergibt sich ein durch die Kormorane bedingter jährlicher Verlust an Fischen von mehr als 20.000 t. Dies führt zu erheblichen Beeinträchtigungen der fischereilichen Nutzung der Gewässer, die bis hin zum Verlust der wirtschaftlichen Existenz besonders betroffener Betriebe gehen können. Eine Kormoranvergrämung, wie sie verschiedene Bundesländer betreiben, reicht nicht aus, um die Kormoranproblematik im Interesse der Erhaltung der Fischbestände und der Ausübung einer verantwortlichen Fischerei grundlegend zu lösen. Der Kormoran ist keine gefährdete Vogelart mehr. So wie in Naturschutzgebieten mit der Zielsetzung des Vogelschutzes bestandsregulierende Maßnahmen beim Fuchs möglich sind, muss auch die Fischfauna durch Bestandsregulierung des Kormorans geschützt werden können. Deshalb fordert die FDP-Fraktion die Bundesregierung auf, dem Fischartenschutz den gleichen Stellenwert einzuräumen wie dem Vogelschutz und sich für ein europaweites Kormoranmanagement einzusetzen."

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