Grüne Gentechnik

Freitag, 24. November 2006
HAPPACH-KASAN: Erfolgreiche Forschungspolitik braucht kurze Genehmigungsverfahren

BERLIN. Zur Genehmigung des Freisetzungsversuchs von gentechnisch verändertem Weizen in Gatersleben durch das Bundesinstitut für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Es ist gut, dass mehr als drei Monate nach der Beantragung der Antrag des Leibnizinstituts für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Gatersleben genehmigt wurde. Allerdings ist die Bearbeitungsdauer ein Armutszeugnis für eine Bundesregierung, die mit vielen Worten eine High-Tech-Strategie verkündet hat. Erfolgreiche Forschungspolitik braucht kurze Genehmigungsverfahren. Das Projekt wird im Rahmen des InnoRegio-Förderprogramms Inno Planta durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert und in Zusammenarbeit mit einem mittelständischen Pflanzenzuchtunternehmen durchgeführt. Es ist eine wenig Erfolg versprechende Strategie, mit Steuermitteln Förderprogramme zu finanzieren und die entscheidenden Versuche anschließend auf bürokratischem Weg aus rein ideologischen Gründen zu blockieren. Bereits Ende Juli hatte das Institut den Antrag gestellt, Weizen auszusäen, der je ein Gen der Ackerbohne und der Gerste enthält. Es soll untersucht werden, ob auch im Freiland der im Gewächshaus erzielte hohe Gehalt an Proteinen erzielt wird. Proteinmangel in der Ernährung ist weltweit eines der größten Probleme. Die in den Einwendungen geäußerten Befürchtungen von Auskreuzungen sind aus biologischen Gründen weitgehend unbegründet, da Weizen sich selbst befruchtet, sein Pollen nur etwa zwei Stunden befruchtungsfähig ist.

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