Grüne Gentechnik

Donnerstag, 28. September 2006
Stellungnahme zum Beitrag 'Umgeschriebene Wahrheiten - Über die Umweltgefahren von genverändertem Mais'

von Albrecht Kieser vom 26.09.2006

Stellungnahme zum Beitrag "Umgeschriebene Wahrheiten - Über die Umweltgefahren von genverändertem Mais' von Albrecht Kieser vom 26.09.2006 Der oben genannte Beitrag behauptet, dass der Studie "Monitoring der Umweltwirkungen des Bt-Gens', die die Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft im Auftrag des Bayrischen Staatsministeriums für Umwelt, Gesundheit und Verbraucherschutz durchgeführt hat, eine Zusammenfassung durch die Institutsleitung vorangestellt wurde, die nach Aussage des Beitrags "verfälschend' sei. Dieser massive Vorwurf der Verfälschung der Ergebnisse in der Zusammenfassung ist genauso falsch wie die Aussage, dass die Studie "über erhebliche Gefahren berichte, die vom BT-Mais ausgehen'. Ein Blick in die einzelnen Kapitel, deren Ergebnisse und die von den Autoren erstellten Zusammenfassungen zeigt dies sofort. Damit ist der von Ihnen veröffentlichte Beitrag einer von vielen, die mit Fehlinformationen über die Grüne Gentechnik die Skepsis der Verbraucherinnen und Verbraucher gegenüber dieser Züchtungsmethode zu bedienen suchen. In der Hoffnung, dass niemand sich die Mühe macht, die im Internet veröffentlichte, über 100-seitige Studie auszudrucken und zu lesen, wird zusammen geschrieben, was nach Meinung des Autors das Publikum lesen möchte. Unter dem Deckmantel der Aufdeckung von Fehlverhalten wird in verfälschender Weise über eine bereits im vergangenen Jahr veröffentlichte Studie berichtet. Der Vorwurf des Autors fällt auf ihn selbst zurück. Seine Darstellung verfälscht den Inhalt der Studie. Im Einzelnen: Das im vierten Absatz des Beitrags genannte Zitat "könnte weit reichende Folgen für das Agrarökosystem und die biologische Kontrolle von Schädlingen haben' stammt aus der Zusammenfassung des Abschnitts "Blattläuse und Antagonisten'. Die Aussage ist aus dem Zusammenhang gerissen. Sie ist ein Postulat und keine Bewertung der gefundenen Ergebnisse. Die Bewertung der Ergebnisse findet sich im ersten Satz des Absatzes und berichtet von geringeren Auswirkungen des Bt-Maises im Vergleich zur Bekämpfung des Maiszünslers mit pyrethroiden Insektiziden. Der letzte Absatz der Zusammenfassung des Abschnitts "Blattläuse und Antagonisten' (S. 19) lautet vollständig: "Insgesamt betrachtet zeigten sich beim Anbau von Bt-Mais weniger negative Effekte auf Nichtzielorganismen und geringere Auswirkungen auf deren Populationsdichten als bei einer Pflanzenschutzmaßnahme mit einem pyrethroiden Insektizid. Entgegen früherer Studien konnten jedoch Auswirkungen von Bt-Mais auf Populationen von Nützlingen nachgewiesen werden; je nach Untersuchungsjahr waren diese Effekte teils negativ, teils positiv. Dies erscheint insbesondere bei den betroffenen räuberischen Wanzen und Spinnen von Bedeutung, denn diese Tiergruppen stellen im Mais wie auch in anderen landwirtschaftlichen Kulturen die zahlenmäßig am stärksten vertretenen Raubarthropoden. Eine substantielle Reduzierung von räuberischen Wanzen und Spinnen könnte weit reichende Folgen für das Agrarökosystem und die biologische Kontrolle von Schädlingen haben. Es konnte jedoch im Rahmen dieser Studie nicht geklärt werden, ob es sich bei dem Effekt auf Wanzen und Spinnen tatsächlich um einen Bt-Effekt handelt, oder ob die Populationen dieser Raubarthropoden indirekt z. B. über die Dichten ihrer Beutetiere oder das Lebensraumangebot beeinflusst wurden. Angesichts der nachgewiesenen Bt-Effekte und der Bedeutung von räuberischen Wanzen und Spinnen im Agrar-Ö

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