Grüne Gentechnik

Freitag, 27. Oktober 2006
Happach-Kasan: Seehofer muss Gen-Weizen-Versuch mit Nachdruck unterstützen

BERLIN. Zu den Meldungen über Proteste von Umweltverbänden wegen eines Freisetzungsversuchs von gentechnisch verändertem Weizen erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan: Die FDP fordert die Bundesregierung auf, in Verfolgung ihrer High-Tech-Strategie nicht nur wohlklingende Programme zu verkünden, sondern auch entsprechend zu handeln. Dazu gehört, dass wissenschaftliche Freisetzungsversuche transgener Pflanzen in unserem gesetzlichen Rahmen in Deutschland durchgeführt werden. Eine Verlagerung solcher Versuche ins Ausland ist nicht akzeptabel. Der in der Kritik stehende Freisetzungsversuch von gentechnisch verändertem Weizen mit einem erhöhten Proteingehalt wird vom Leibnitz-Institut für Pflanzengenetik und Kulturpflanzenforschung in Zusammenarbeit mit einem heimischen mittelständischen Unternehmen durchgeführt. Der Versuch ist Teil eines Projektes des BMBF. Die jetzt erhobenen Proteste sind eine Wiederholung aus dem Sommer. Sie sind inhaltlich völlig substanzlos: Da Weizen selbstbefruchtend ist, Weizenpollen nur eine Reichweite von 60 Metern haben und ihre Befruchtungsfähigkeit bereits nach zwei Stunden verloren geht, ist der geplante Abstand zu anderen Weizenfeldern in Höhe von 500 Metern völlig ausreichend. Die Durchführung des Versuchs bedeutet eine Stärkung der Region, keine Schwächung. Die Anhörung zur guten fachlichen Praxis beim Anbau von gentechnisch veränderten Pflanzen vor zwei Tagen hat auch ergeben, dass die Forderung der EU nach Koexistenz bedeutet, dass gegenseitige Toleranz geübt wird. Der organisierte Protest gegen diesen auch aus Sicht der Ernährungsphysiologie wichtigen Versuch ist ohne inhaltliche Substanz. Die FDP fordert Bundesminister Horst Seehofer auf, die Durchführung dieses Versuchs mit Nachdruck zu unterstützen.

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