Grüne Gentechnik

Mittwoch, 25. Oktober 2006
Happach-Kasan: Anhörung bestätigt FDP-Forderung nach Gentechnik-Novelle

25. Oktober 2006 BERLIN. Zur heutigen Anhörung im Bundestagsausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz zum Thema "Gute fachliche Praxis beim Anbau von gentechnisch veränderten Organismen' erklärt die Gentechnik-Expertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan: Für die FDP ist entscheidend, dass Verbraucher und Landwirte Zugang zu innovativen Produkten und eine echte Wahlfreiheit erhalten. In dieser Forderung ist die FDP durch die Anhörung bestätigt worden. Dies kann nur über die Koexistenz des Anbaus der Kulturpflanzen gewährleistet werden, die mit unterschiedlichen Methoden gezüchtet wurden. Die Organisation von Koexistenz setzt gegenseitige Toleranz voraus. Deshalb ist es gut, dass sich die geladenen Sachverständigen trotz unterschiedlicher Grundeinstellungen zur Grünen Gentechnik darin einig waren, dass die Regeln der guten fachlichen Praxis beim Anbau gentechnisch veränderter Organismen in einer Verordnung festgelegt werden und kulturartenspezifisch erfolgen sollten. Die Tatsache, dass im zehnjährigen Anbau zugelassener transgener Pflanzen auf mehreren Millionen Hektar weltweit keinerlei Schäden in der Umwelt oder bei der Nutzung aufgetreten sind, zeigt, dass den Zulassungsbehörden wie der European Food Safety Authority (EFSA) oder dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit. (BVL) Vertrauen geschenkt werden kann. Die Anhörung machte deutlich: Das Wissen zur Festlegung von Koexistenzregeln ist vorhanden und durch neue Forschungsarbeiten sicher belegt. Die Chancen der Anwendung der Grünen Gentechnik bei der Züchtung von Pflanzen für die Nutzung als nachwachsende Rohstoffe in der industriellen Verwertung (z.B. bei der Stärkekartoffel) wurden mehrheitlich positiv bewertet. Die FDP unterstützt mit Nachdruck die Forderungen der Experten nach einer innovationsfreundlichen Novelle des Gentechnikgesetzes, die bessere Regeln für das Inverkehrbringen und das Standortregister schafft und Rechtssicherheit in der Haftung gewährleistet. Landwirte brauchen Planungssicherheit. Deshalb ist Bundesminister Horst Seehofer gefordert, endlich die Aussagen des Koalitionsvertrags umzusetzen.

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