Fischerei

Mittwoch, 27. September 2006
HAPPACH-KASAN: Aale aus Aquakulturen sind nicht mit Schadstoffen belastet

BERLIN. Zu den Meldungen über Chemikalien in Aalen erklärt die fischereipolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Die meisten in Deutschland verkauften Aale werden importiert, im Wesentlichen aus den Niederlanden und aus Dänemark. Die in Deutschland gefangenen Aale stammen zur Hälfte aus der Aquakultur. Dies dürfte ebenfalls auf die Importaale zutreffen. Aale aus Aquakulturen sind nicht belastet. Ein verstärkter Ausbau von Aquakulturen dient dem Schutz der Verbraucherinnen und Verbraucher und schont gleichzeitig die Fischfauna. Aale gehören in Deutschland zu den beliebtesten Speisefischen. Insgesamt ist festzustellen, dass der Aalbestand europaweit bedroht ist. Auch in der Roten Liste der gefährdeten Tiere in Deutschland wird der Aal als "gefährdet' eingestuft. Insbesondere die in anderen europäischen Ländern betriebene Glasaalfischerei (700 Millionen Stück werden jedes Jahr nach Asien exportiert) und der Verbau der Gewässer gefährden den Aal. Die von Greenpeace berichtete Belastung der Flussaale mit Chemikalien überrascht nicht, denn als räuberische Fische stehen Aale am Ende der Nahrungskette. Eine Minderung der Belastung der Fische kann kurzfristig nicht erreicht werden, denn die nachgewiesenen Chemikalien sind zum großen Teil in früheren Jahren im Sediment der Gewässer abgelagert worden. Der inzwischen erreichte Standard der Gewässerreinhaltung verhindert weitgehend den Neueintrag von Schadstoffen in Gewässer. In Deutschland sind in den vergangenen drei Jahrzehnten enorme Fortschritte bei der Gewässerreinhaltung gemacht worden. Die Wiederansiedelung des Lachses ist dafür ein überzeugender Beleg.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema