Grüne Gentechnik

Montag, 3. Juli 2006
HAPPACH-KASAN: Schwarz-Rote Allianz der Fortschrittsverweigerer bei Grüner Gentechnik

BERLIN. Zu Meldungen, der SPD-Fraktionsvize Ulrich Kelber unterstützte Seehofers Gentechnikkurs, erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Eine Allianz der Fortschrittsverweigerer aus Schwarz und Rot zeichnet sich immer deutlicher ab: Markus Söder, Horst Seehofer und Ulrich Kelber sind sich offensichtlich einig, nach dem schwarz-roten Wahlbetrug bei der Besteuerung der biogenen Kraftstoffe einen weiteren agrar- und verbraucherpolitischen Wahlbetrug bei der Grünen Gentechnik zu vollziehen. Im Forschungsreport I/2006 hat der Senat der Forschungsanstalten veröffentlicht, dass Bt-Mais (verändert mit dem Bacillus thuringiensis) in der Regel weniger Pilzgifte enthält als mit herkömmlichen Methoden gezüchteter Mais. Bt-Mais ist für Mensch und Tier gesünder als anderer Mais. Wer sich dem Verbraucherschutz verpflichtet fühlt, muss also den Anbau dieser Sorten fordern und fördern, statt wie SPD-Fraktionsvize Kelber dies tut, ihn zu verhindern suchen. Sowohl der Erprobungsanbau 2004 und 2005, als auch die Untersuchungen der Biologischen Bundesanstalt zeigen, dass beim Mais weniger als 100m Abstand zwischen den Feldern ausreichend sind. Dadurch wird sicher vermieden, dass das Nachbar-Maisfeld mehr als 0,9 Prozent Gehalt an gentechnisch veränderte Organismen (GVO) enthält, die Ernte somit sicher nicht gekennzeichnet werden muss. Die in der schwarz-roten Koalition diskutierten Abstandswerte zeigen, dass die Aussage im Koalitionsvertrag, die Grüne Gentechnik in Forschung und Anwendung fördern zu wollen, ein Lippenbekenntnis war. So wie Rot-Grün will nun auch Schwarz-Rot die Gentechnik verhindern. Die Bürgerinnen und Bürger haben den Politikwechsel gewählt und die Fortsetzung der innovationsfeindlichen Politik erhalten. Horst Seehofers Bekenntnis zum Forschungsstandort Deutschland, wie er es im "Zeit'-Forum erklärt hat, ist völlig unglaubwürdig. Wer explizit erklärt, die Ergebnisse von Forschungen im eigenen Land nicht anwenden zu wollen, treibt die Unternehmen mit ihren Forschungskapazitäten aus dem Land. Auf dem Kongress der FDP erklärten mittelständische Pflanzenzuchtunternehmen, dass sie gentechnische Forschung und deren Anwendung im eigenen Land brauchen, um bestehende Arbeitsplätze zu sichern und neue zu schaffen. Seehofer schadet dem Land. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist gefordert, die versprochene praxistaugliche Novellierung des Gentechnikgesetzes durchzusetzen. Sie ist Garantin für das zentrale Wahlkampfversprechen der Union, einer Förderung der Grünen Gentechnik und einer Korrektur des Gentechnikrechts.

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