Ernährung

Mittwoch, 19. Februar 2003
Verneblungs- und Verzögerungstaktik der Thüringer Behörden beim Dioxin-Skandal

Zum Dioxin-Skandal in Thüringen erklärt die Agrarexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: Die bestehenden Zweifel am Aufklärungswillen der zuständigen Behörden in Thüringen konnten heute nicht im Rahmen einer Anhörung des Verbraucherausschusses ausgeräumt werden. Vielmehr hat sich der Eindruck verhärtet, dass wieder einmal die übliche "Salami-Technik" gebraucht wird: Es wird nur das zugegeben, was ohnehin schon bekannt ist. Waren es anfangs nur wenige Tonnen, sind es heute 1.200 Tonnen kontaminierte Backwaren und 900 Tonnen Rübschnitzel. Noch bedenklicher für Verbraucher, Landwirte und betroffene Unternehmen ist das zeitliche Auseinanderklaffen von den Dioxinfunden bis zu den notwendigen Maßnahmen. Es ist ein Skandal, wenn zwischen Probenahme und Prüfbericht mehr als sechs Wochen vergehen. In dieser Zeitspanne sind viele belastete Lebensmittel längst verzehrt worden. Für die FDP-Bundestagsfraktion fordere ich die Behörden in Thüringen nachdrücklich auf, endlich eine lückenlose Aufklärung zu betreiben. Zudem müssen die Verbraucher vor kontaminierten Produkten geschützt und die Landwirte vor drohenden Konkursen bewahrt werden. Das Werfen von Nebelkerzen und die bisherige Verzögerungstaktik sind unverzüglich zu stoppen.

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