Ernährung

Freitag, 23. Januar 2004
FDP fordert die Bundesregierung auf, Zulassung von BSE-Lebendtests konstruktiv zu unterstützen

BERLIN. Zum Bericht über den BSE-Großversuch auf Riems erklärt die Agarexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: Inzwischen ist wissenschaftlich anerkannt, dass BSE eine sporadisch auftretende Rindererkrankung ist. Das hat zur Folge, dass es eine Frage der Zeit ist bis das letzte noch als BSE-frei bezeichnete Land seinen ersten BSE-Fall hat. In Deutschland wurden im vergangenen Jahr 2,4 Millionen Rinder auf BSE getestet. 54 Tiere waren positiv, also ein BSE-Fall auf 44.000 Untersuchungen. In den USA dagegen wurde bei der Untersuchung von 20.000 Tieren ein BSE-Fall gefunden. Dies zeigt deutlich: Es ist nicht länger hinnehmbar, dass an Fleischimporte aus anderen Ländern, egal ob noch BSE-frei oder nicht, andere Anforderungen gestellt werden als an das Fleisch aus heimischer Produktion. Weiterhin wird die Zulassung eines kostengünstigen Lebendtests dringend. Er ist ein Gebot des Tierschutzes und der Produktsicherheit und bietet außerdem hinsichtlich der Handhabung große Vorteile. Daher fordere ich die Bundesregierung auf, die Zulassung von Lebendtests konstruktiv zu unterstützen. Jede Verzögerung schadet. Der in Göttingen entwickelte Lebendtest, dessen Verfahren bereits patentiert ist, bietet die Chance, schnell einen solchen Test zur Verfügung zu haben. Die inzwischen glücklicherweise abnehmende BSE-Zahl darf das Zulassungsverfahren nicht behindern.

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