Ernährung

Mittwoch, 25. Februar 2004
Die Politik von Künast und Trittin nimmt dem ländlichen Raum die Lebenskraft

BERLIN. Zur Antwort der Bundesregierung auf eine Große Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion zur Düngung und Verwertung von Klärschlamm in der Landwirtschaft erklärt die Sprecherin für ländliche Räume der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: Medizin muss bitter schmecken, damit sie hilft. Gülle stinkt und ist gleichwohl bei fachgerechter Ausbringung ein sehr wertvoller Dünger. Die in Deutschland verwirklichte integrierte Kreislaufwirtschaft dient der effektiven Nutzung der Ressourcen und dem Schutz der Umweltmedien Boden, Wasser, Luft. Die landwirtschaftliche Verwertung von Biokomposten, Wirtschaftsdüngern wie Mist und Gülle sowie Klärschlämmen ist Teil dieser Kreislaufwirtschaft. Die bei uns geltenden strengen Grenzwerte, sowie die fachliche Kompetenz der Landwirte haben bewirkt, dass die Erzeugnisse unserer Land- und Ernährungswirtschaft von besonders hoher Qualität sind. Deutschland ist weltweit der viertgrößte Exporteur von Agrarprodukten. Vor diesem Hintergrund gibt es keinen sachlichen Grund für die von Künast und Trittin geplante nochmalige Verschärfung der Grenzwerte für die Verwertung von Wirtschaftsdüngern. Das ist Aktionismus ohne Bedeutung für den Umwelt- und Verbraucherschutz. Die Menschen in Deutschland werden über die erhöhten Abwassergebühren für dieses Projekt grüner Ideologie zahlen müssen. Für die Landwirte bedeutet dies erhöhte Kosten und Nachteile im Wettbewerb mit ihren Kollegen im Ausland. Der Umwelt- und Verbraucherschutz profitiert davon allenfalls marginal. Für die von der Bundesregierung vorgesehenen Grenzwerte für Kupfer und Zink gibt es keine naturwissenschaftliche Begründung. Auch die Bundesregierung stellt fest, dass die in der integrierten Kreislaufwirtschaft erfolgte Ausbringung von Wirtschaftsdüngern für die Qualität unserer Nahrungsmittel keine Nachteile bringt. Für den Bodenschutz ist es unerheblich, ob der Kupfereintrag über die Ausbringung von Wirtschaftsdüngern wie Schweinegülle oder als Pflanzenschutzmittel im ökologischen Landbau erfolgt. Künast und Trittin messen mit zweierlei Maß, wenn sie beim Kupferoxid unterschiedliche Grenzwerte festsetzen. Überhaupt ist es an der Zeit, dass der Ö

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema