Grüne Gentechnik

Montag, 12. Juni 2006
Happach-Kasan: Grüne Gentechnik mutiger befördern

BERLIN. Zu den aktuellen Äußerungen von Bundesminister Horst Seehofer zur Grünen Gentechnik im "Focus' erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Ein Interview zur Grünen Gentechnik ersetzt nicht die Einbringung des lange angekündigten, ausformulierten Gesetzentwurfs zur Novelle des Gentechnikgesetzes in den Bundestag oder die Vorlage des noch länger angekündigten Eckpunktepapiers in der autorisierten Fassung. Mit der Übernahme der Forderung nach einem Haftungsfonds wird der Wirtschaft eine zusätzliche Last aufgebürdet. Es sind bis jetzt nicht einmal die Haftungsregeln ausformuliert, die zur Anwendung kommen sollen und auf Grund derer finanzielle Schäden dann aus dem Fond beglichen werden sollen. Das ist unredlich. Gleichzeitig fordert Seehofer eine Beschränkung auf den Anbau von gentechnisch verändertem Mais. Das macht wenig Sinn, weil die Zulassung von gentechnisch veränderten Kartoffelsorten vor der Tür steht und auch Kartoffeln keine Kreuzungspartner in unserer heimischen Flora haben. Das Nebeneinander unterschiedlicher Kartoffelsorten ist sogar leichter zu organisieren als beim Mais. Warum also Mais und nicht Kartoffeln? Auch der völlige Verzicht auf den Anbau von gentechnisch verändertem Raps ist unbegründet. Er kreuzt sich nicht mit fast allen Wildpflanzen, sondern nur wenigen, eng verwandten Arten. Im Übrigen kreuzen auch die herkömmlich gezüchteten Rapssorten aus. Nachteilige Auswirkungen auf die Umwelt sind nicht bekannt geworden. Insgesamt handelt Minister Seehofer halbherzig und konzeptlos, er sollte mehr Mut zeigen.

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