Grüne Gentechnik

Dienstag, 30. Mai 2006
Happach-Kasan: Bundesregierung muss aktiv gegen Zerstörungen von Gentechnikfeldern vorgehen

Zur wiederholten Zerstörung von Versuchsfeldern der Biologischen Sicherheitsforschung erklärt die Gentechnik-Expertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan: Die FDP fordert die Bundesregierung auf, aktiv gegen die Zerstörungen von Versuchen der Biologischen Sicherheitsforschung sowie von Feldern von Landwirten, die Bt-Mais anbauen, vorzugehen. Im Koalitionsvertrag haben CDU/CSU und SPD angekündigt, Forschung und Anwendung der Grünen Gentechnik fördern zu wollen. Forschungsinstitutionen und Landwirte haben diesen Aussagen der Bundesregierung vertraut und in die Konzipierung von Versuchen und den Anbau von Bt-Mais investiert. Sie dürfen jetzt nicht allein gelassen werden. Sie brauchen die aktive Unterstützung durch die Bundesregierung, die genau diese Aktivitäten initiieren wollte. In früheren Jahren wurden gezielt Freisetzungsversuche zur Entwicklung neuer gentechnisch veränderter Sorten von aktiven Gentechnikgegnern und deren Mitläufern zerstört. In diesem Jahr richten sich die Zerstörungen gezielt gegen den Anbau von Bt-Mais und die Biologische Sicherheitsforschung, eine Forschung, die in früheren Jahren von Gentechnikgegnern immer vehement gefordert wurde. Es ist absurd, einen Mangel an biologischer Sicherheitsforschung zu beklagen und gleichzeitig biologische Sicherheitsforschung zu verhindern. Ein Versuchsfeld in Bayern, auf dem im letzten Jahr gentechnisch veränderte Kartoffeln angepflanzt worden waren, wurde in diesem Jahr während der Osterfeiertage durch Ausbringen von etwa 20 Litern Heizöl zerstört. 20 Kubikmeter Boden mussten ausgetauscht werden. Es wurde Anzeige erstattet. (Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage der FDP-Bundestagsfraktion "Zerstörung eines Gentechnik-Versuchsfeldes des Programms zur biologischen Sicherheitsforschung in Bayern'). Dies ist ein Umweltdelikt, das das Grundwasser gefährdet und durch nichts zu rechtfertigen ist. Die Zerstörung eines Versuchsfeldes in Hessen mit gentechnisch veränderter Gerste wird im Internet angekündigt. Die Terminierung der Zerstörungen während verlängerter Wochenenden zeigt, dass die Gegner offenbar nur auswärtige Demonstranten zu diesen illegalen Maßnahmen motivieren können. Das ist klassischer Demonstrationstourismus, Eventtourismus, allein dem Happening verpflichtet, der keine Einbindung in örtliche Strukturen oder ethische Ansprüche besitzt. Die Anwendung der Grünen Gentechnik ist sehr viel weniger umstritten, als deren Gegner dies wahrhaben wollen. Die Bundesregierung ist gefordert, Landwirte zu schützen und sicherzustellen, dass Versuche zur Biologischen Sicherheit ohne Behinderungen durchgeführt werden können.

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