Grüne Gentechnik

Mittwoch, 17. Mai 2006
HAPPACH-KASAN: Söders Chaostruppe mit bundespolitischer Verantwortung überfordert

Zur Ablehnung von Freisetzungsversuchen mit gentechnisch veränderten Pflanzen durch den CSU-Generalsekretär Markus Söder erklärt die Gentechnik-Expertin der FDP-Bundestagsfraktion Christel HAPPACH-KASAN: Die Ablehnung von Freisetzungsversuchen durch die mitregierende CSU ist absolut verantwortungslos. Das ist ideologisches Sektierertum nach grünem Muster. Die CSU erweist sich als Chaostruppe, die mit bundespolitischer Verantwortung überfordert ist. Bundeskanzlerin Angela Merkel ist gefordert, die Ausflüge der CSU in provinziellen Populismus zu unterbinden, damit im Interesse der Stärkung des wirtschaftlichen Aufschwungs und der Schaffung neuer Arbeitsplätze in ganz Deutschland ein innovationsfreundliches Klima entsteht. Bei der Umsetzung der von allen geforderten Biomassestrategie kann auf gentechnische Züchtungsmethoden nicht verzichtet werden. Sie braucht die Bewährung auf dem Acker. Seit 12 Jahren werden in Deutschland Freisetzungsversuche durchgeführt - auch in Bayern. Insbesondere der in Bayern durchgeführte vierjährige Großversuch zur Naturverträglichkeit von Bt-Mais hat dessen Vorteile gegenüber einer Bekämpfung des Maiszünslers durch chemischen Pflanzenschutz überzeugend dargestellt. Trotz Zerstörungen von Versuchsfeldern insbesondere durch reisende Verbände, die bundesweit Proteste organisieren, haben diese Versuche wichtige Ergebnisse zur Sicherheitsbewertung und zur Aufstellung der Koexistenzregeln erbracht. Forschung im Labor vorantreiben zu wollen, aber Freisetzungsversuche abzulehnen, ist Heuchelei, Forschungen, deren Ergebnisse nicht in die Anwendung kommen sollen, sind Geldverschwendung. Wir werden der in der Bevölkerung vorhandenen Skepsis gegenüber der Gentechnik nicht gerecht, wenn wir auf unbegründete Ängste populistisch mit Verboten reagieren. Ängste führen zur Einschränkung der Freiheit, ihnen muss mit Informationen und Aufklärung begegnet werden.

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