NaWaRo / Wald

Donnerstag, 9. März 2006
Happach-Kasan: Weitere Ausbreitung des Phytophthora-Befalls bei Laubbäumen muss eingedämmt werden

Zur Einreichung der Kleinen Anfrage "Waldschäden und Gefährdung des Waldumbaus durch Baumpilze der Gattung Phytophthora' erklärt die forstpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan: Seit Jahren gibt es Berichte über eine sich ausbreitende Baumkrankheit, die von einem Pilz hervorgerufen wird (Wurzelhalsfäule, Phytophthora). Pilze dieser Gattung sind als Schaderreger bei Kartoffeln schon aus dem 19. Jahrhundert bekannt. Inzwischen wurde ein Befall insbesondere von Rhododendren und Schneeballarten in Baumschulen sowie zahlreicher Laubbaumarten nachgewiesen. Der Waldzustandsbericht 2003 nennt erstmalig diese Baumerkrankung. Die EU verlangt seit drei Jahren eine jährliche Überprüfung von Baumschulen auf den Befall bestimmter Kulturen mit Phytophthora. In einer Kleinen Anfrage fragt die FDP-Bundestagsfraktion nach den durch den Pilz verursachten Schäden, der Ausbreitung des Pilzes in Deutschland, der Durchführung des von der EU veranlassten Monitorings von Baumschulen und den Ergebnissen. Ein weiterer Waldumbau mit der Einbringung von Laubbäumen in Nadelholzbestände ist nur verantwortbar, wenn das Pflanzenmaterial den höchsten phytosanitären Anforderungen entspricht, das heißt nachgewiesen frei von Phytophthora ist. Das Beispiel dieser Baumkrankheit macht im Übrigen auch deutlich, dass die Waldzustandsberichte in der bisherigen Form sich inzwischen überholt haben.

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