Grüne Gentechnik

Mittwoch, 1. März 2006
Leserbrief zum Beitrag: 'Gen-Mais ist schwer zu kontrollieren' in der WELT vom 27. Februar 2006

Leserbrief zum Beitrag: "Gen-Mais ist schwer zu kontrollieren' in der WELT vom 27. Februar 2006: Die Überschrift suggeriert Probleme mit Gen-Mais, die es nicht gibt. Der Bericht der Gemeinsamen Forschungsstelle der Europäischen Kommission über die Koexistenz von gentechnisch veränderten und herkömmlichen Kulturen und Saaten der EU stellt fest, dass "der von der EU festgelegte Schwellenwert von 0,9% für Kulturen eingehalten werden kann, sofern der unbeabsichtigte gv-Anteil im Saatgut 0,5% nicht übersteigt.' Im Kern bestätigt der Bericht die Ergebnisse aus dem Erprobungsanbau im vorletzten Jahr in Deutschland und die vorbereitenden mehrjährigen Untersuchungen der Biologischen Bundesanstalt. Da Maispollen schwer ist und nicht weit fliegt, genügen wenige Reihen konventionell gezüchteten Maises, um die Koexistenz zu sichern. Ob wir in Deutschland gentechnisch veränderte Sorten brauchen, entscheiden zum Glück weder die Abgeordneten des Europäischen Parlaments noch die des Deutschen Bundestages. Schließlich entscheiden Abgeordnete auch nicht über die neuen Modelle der Automobilfirmen, die Rocklänge oder die Geschmacksrichtung von Speiseeis. Abgeordnete entscheiden ausschließlich darüber, welchen Standards Produkte genügen müssen, aber nicht über die Produkte selbst.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema