Grüne Gentechnik

Donnerstag, 26. Januar 2006
Happach-Kasan: Große Koalition soll ihre Scheuklappen ablegen

Zur heutigen Bundestagsdebatte um den Gesetzentwurf der Bundesregierung zur Änderung des Gentechnikgesetzes erklärt die Gentechnik-Expertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: Wenn der Großen Koalition die Menschen in diesem Land und die Zu-kunftschancen unserer jungen Menschen am Herzen liegen, sollte sie endlich die Scheuklappen ablegen. Unberechtigte, diffuse Ängste gegen-über der Gentechnik gehören in den Müll, statt zusätzlich geschürt zu werden. Wir Liberale fordern die Bundesregierung auf, für Innovationen zu werben, statt sie zu verhindern: Für die Anwendung der roten, der grünen und der weißen Gentechnik. Bundesminister Horst Seehofer täte gut daran, in punkto Gentechnik end-lich eine einheitliche Linie zu fahren. Nach dem Motto: "Heute so, morgen so' kann es nicht weitergehen. Auch wenn die Bedenkenträger in der SPD alles dafür tun, die Grünen in ihrer Rolle als Angstschürer zu beerben. Bei 4,6 Millionen Arbeitslosen gibt es keinen Bedarf für innovationsfeindliche Blockadepolitik, die Arbeitsplätze verhindert. Zur Anregung empfehle ich den Sozialdemokraten einen Besuch auf der Internetseite der Industrie-gewerkschaft Bergbau, Chemie und Energie. Dort hat man die Zeichen der Zeit erkannt und bezeichnet die Bio- und Gentechnologie als "eines der wichtigsten Innovationsfelder des 21. Jahrhunderts'. Die FDP fordert Bundesminister Horst Seehofer auf, zu den Aussagen des Koalitionsvertrages zu stehen. Dort heißt es, die Grüne Gentechnik solle in Anwendung und Forschung gefördert werden. Das ist eindeutig. Deutschland ist ein Hochlohnland. Wir sind ein rohstoffarmes Land. Des-wegen müssen wir in Deutschland auf Innovationen setzen. Das ist eine Aufgabe für die Bildungs- und Forschungspolitik. Es ist aber gleichzeitig auch eine Aufforderung an die Gesellschaft, Innovationen offen zu begeg-nen, statt sie emotional auszugrenzen.

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