Grüne Gentechnik

Montag, 2. Januar 2006
Leserbrief zum Beitrag 'Kampf ums Korn' von Thomas Fischermann in der ZEIT Nr. 1 vom 29. Dezember 2005

Es gibt keinen Kampf ums Korn, auch nicht in Amerika, sondern allenfalls Auseinandersetzungen mit ideologischem Hintergrund. Die einen sehen in der Grünen Gentechnik das Symbol für den Verlust des Paradieses und die anderen die Fortsetzung der Entwicklung von Züchtungsmethoden, deren Erfolge unübersehbar sind. Da die Dramatik des Geschehens kaum für eine halbe Zeitungsseite reicht, wendet der Autor einen Kunstgriff an. Er bezeichnet die Pollenübertragung ob durch Bienen oder den Wind als Verseuchung. So entsteht beim unbefangenen Leser das Bild von Krankheit und Tod. Wer wäre nicht gegen Verseuchung, gegen Pest und Cholera. Doch Pollen übertragen keine Krankheiten und sind außer für Pollenallergiker in gesundheitlicher Hinsicht völlig harmlos. Die Einstiegsgeschichte ist über zwei Jahre alt, somit kalter Kaffee und nach amerikanischen Quellen anders verlaufen. Die genannte Lehrerin und Nebenerwerbslandwirtin hat eine historische Maissorte angebaut und 2001 festgestellt, dass Pollen von transgenem Mais auf ihr Feld übertragen worden war. Sie hat ihre Anbaumethoden geändert und im darauffolgenden Jahr den Eintrag von Pollen von transgenem Mais vermeiden können. Das ist ein Beispiel dafür, dass Koexistenz funktioniert, dass der Anbau moderner Sorten Nischenproduktion zulässt. Dabei ist es nur eine Frage der Zeit, bis der Ö

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Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

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