Landwirtschaft | Reden

Donnerstag, 12. Mai 2005
Rede im Bundestag zu Top 13 Ländliche Räume

(Die Rede wurde zu Protokoll gegeben) Deutschland ist beides: Industriestaat und gleichzeitig land- und forstwirtschaftlich geprägtes Flächenland. Die rot-grüne Koalition hat in ihrer weitgehend auf die Befindlichkeiten einer städtisch geprägten Bevölkerung abgestellten Politik, die existenziellen Interessen der Menschen in den Ländlichen Räumen vernachlässigt. Die ideologische Agrarwende von Ministerin Künast ist ein ideologischer Irrweg. Dieser Irrweg setzt mit vorgeschobenen Begründungen des Verbraucher- Tier- und Umweltschutzes Arbeitsplätze aufs Spiel, ohne die vorgegebenen Ziele tatsächlich zu verwirklichen. Dafür gibt es zahlreiche Beispiele: Das Fütterungsverbot für tierische Fette ist absurd. Tierische Fette wie zum Beispiel Schweineschmalz ist in der menschlichen Ernährung zugelassen, in der tierischen jedoch nicht. Rot-grün scheut sich davor, ihrer Klientel zu vermitteln, dass zahlreiche im Zuge der BSE-Krise getroffene Regelungen überflüssig und sogar schädlich sind. Die verschärfte Umsetzung von EU-Regelungen im Bereich der Tierhaltung dient angeblich dem Tierschutz. Tatsächlich wird der Tierschutz durch die Förderung von Haltungsformen, die hohe Mortalitätsraten aufweisen, von Ministerin Künast mit den Füßen getreten. Die Tierhaltung von landwirtschaftlichen Nutztieren muss artgemäße Haltungsbedingungen und eine artgemäße Ernährung gewährleisten. Das heißt, Allesfresser dürfen nicht vegetarisch ernährt werden. Es muss auf geringe Mortalitätsraten geachtet werden. Haltungsformen, die wegen besonderer Diätvorschriften für Tiere - keine Zusätze lebenswichtiger Aminosäuren - hohe Mortalitätsraten verursachen, müssen verboten werden. Dies gebietet die Achtung vor dem Mitgeschöpf Tier. Der Kampf der Koalition gegen die Grüne Gentechnik ist ein weiteres Beispiel einer ideologisch geprägten Politik, die gegen die Interessen der Landwirtschaft gerichtet ist. Die Landwirtschaft braucht Sorten mit züchterischem Fortschritt, wie ihn die in der Pharmazie so erfolgreiche Anwendung der Methode der Gentechnik bringt. Ein gutes Beispiel ist der Bt-Mais, der resistent ist gegen ein Schadinsekt, das bis zu 30% einer Ernte vernichten kann. Gleichzeitig schützt die Resistenz die Pflanzen vor Pilzbefall, die Verunreinigung mit Pilzgiften ist deutlich geringer als bei anderen Sorten. Das ist ein Vorteil für den Verbraucherschutz. Mit staatlichem Dirigismus und Steuergeldern oder genauer durch eine Verschuldungspolitik will rot-grün sein Ziel, 20% Ö

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