NaWaRo / Wald

Montag, 6. Dezember 2004
Das Leukämie-Cluster in der Elbmarsch

Beitrag in der Liberalen Depesche vom 24. 6. 1997 Seit fünf Jahren schürt die SPD in Kiel - nun mit Unterstützung der Grünen - den Streit um die Ursache der Leukämieerkrankungen in der südlichen Elbmarsch in Niedersachsen. In den Jahren 1990, 1991 erkrankten dort 6 Kinder und ein junger Erwachsener an Leukämie. Für Wissenschaftler ist längst erwiesen, daß weder der Betrieb des nördlich gelegenen Kernkraftwerks Krümmel noch ein unentdeckt gebliebener Störfall Ursache dieser Erkrankungen sind. Dies gilt für die Strahlenschutzkommission der Bundesregierung genauso wie den Gemeinschaftsausschuß Strahlenforschung, in dem sieben wissen-schaftliche Gesellschaften zusammengeschlossen sind. Prof. H. Jung (Universitätskrankenhaus Hamburg Eppendorf) und Prof. C. Streffer Universitätsklinikum Essen) erklärten für den Vorstand des Ausschusses, daß es die erforderlichen Strahlendosen nicht gegeben habe. Ein Kieler Toxikologe, eine Bremer Physikerin, ein Münchener Strahlenbiologe und ein Marburger Nuklearmediziner versuchen dagegen weiterhin ungeachtet zahlreicher Gutachten, die das Kernkraftwerk als Verursacher ausschließen, ihm die Schuld in die Schuhe zu schieben. Ihre Professorenkollegen nennen sie wissenschaftliche Geisterfahrer, weil sie ungetrübt von jeglichem Fachwissen auf den Gebieten der Epidemiologie oder der Hämatologie Luftblasen produzieren, die keiner wissenschaftlichen Überprüfung standhalten. Die SPD-Regierung in Kiel hat ihnen mit der Einrichtung der Leukämiekommission dafür ein Forum geschaffen und die Steuerzahler in Schleswig-Holstein bezahlen die Veranstaltung. Die F.D.P.-Fraktion im Kieler Landtag hat öffentlich gemacht, daß der für die Reaktoraufsicht zuständige Minister, Claus Möller (SPD), 1995 in einem Schreiben selbst festgestellt hat: \"Der abgesicherte Kenntnisstand schließt nach dem derzeitigen Stand des Wissens eine Verursachung der Leukämiefälle durch den Betrieb des Kernkraftwerks Krümmel aus.\" Zum selben Ergebnis kommt das Schilddrüsenkrebsregister, das von Prof. G. Rabenhorst für Schleswig-Holstein erarbeitet wurde. Von der schleswig-holsteinischen Landesregierung sind auf Empfehlung der Leukämiekommission insgesamt neun Untersuchungen in Auftrag gegeben worden. Mehr als 5 Mio. DM haben die Untersuchungen und die Kommission bisher gekostet. Alle Untersuchungen hatten das Ziel, den Austritt von Radioaktivität oder die Tatsache einer höheren Belastung der Bevölkerung mit radioaktiver Strahlung zu belegen. Beides ist nicht gelungen. Im Gegenteil, das Ö

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