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Donnerstag, 19. September 2002
Verkehrswirtschaftliches Konzept für den Raum Geesthacht-Schwarzenbek-Lauenburg

Verkehrswirtschaftliches Konzept für den Raum Geesthacht-Schwarzenbek-Lauenburg "Die Landesregierung vernachlässigt die Entwicklung der verkehrlichen Infrastruktur im Osten Hamburgs.' Zu dieser Bewertung kommt die lauenburgische Landtagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan (FDP) auf Grund der Antwort der Landesregierung auf ihre Kleine Anfrage zum Verkehrswirtschaftlichen Konzept für den Raum Geesthacht-Schwarzenbek-Lauenburg. Bereits 1999 wurden die Verkehrswirtschaftlichen Untersuchungen für den Raum Lauenburg vorgestellt. Dieses Planungskonzept wird auch von der Landesregierung anerkannt. Gleichwohl ist seither konkret noch nicht viel geschehen. Die Landesregierung hat folgende Maßnahmen für die Bedarfsplanüberprüfung des dem Bundesverkehrswegeplan zugehörigen Bedarfsplans für die Bundesfernstraßen angemeldet: 1. B 5: "Kurze' Nordumgehung Geesthacht 2. A 21: Teilabschnitt von A 25 bis B 404 nördlich Geesthacht 3. B 5: Nordumgehung Lauenburg 4. B 207 Nordostumgehung Schwarzenbek 5. B 209 Ostumgehung Lauenburg 6. A 21 Restliche Trasse. Allein für die Nordumgehung Geesthacht ist der Planungsauftrag an das Straßenbauamt Lübeck erteilt worden. Die Voruntersuchung soll jedoch erst 2005 abgeschlossen sein. Im Zuge der Ortsumgehung Geesthacht soll auch der höhenfreie Ausbau der Kreuzung A 25/B404 berücksichtigt werden. Die jetzt vorhandene Ampel führt im Berufsverkehr zu Staus, die die Dörfer südlich der Elbe belasten. Die Nordumgehung Geesthacht ist ein Beispiel für eine verpasste Chance. In das Investitionsprogramm des Bundes zum Ausbau der Bundesfernstraßen konnte sie trotz eines sehr günstigen Kosten-Nutzen-Verhältnisses nicht aufgenommen werden, weil die erforderliche Baureife nicht vorhanden war. Diese Erfahrung führt nun endlich dazu, dass für die Nordumgehung Lauenburg die Stadt die vorbereitenden Untersuchungen durchführen und die Nordostumgehung Schwarzenbek ebenfalls in kommunaler Verantwortung geplant wird. Das Land ist mit diesen Aufgaben offensichtlich überfordert, Schwarzenbek und Lauenburg werden die Planungen vorfinanzieren. Angesichts der hohen Belastung der A 1 östlich Hamburgs, die weiteren Verkehr kaum noch aufnehmen kann, besitzt der Ausbau der B 404 zur A 21 mit östlicher Elbquerung eine herausragende Bedeutung für die verkehrliche Infrastruktur des südlichen Kreises. Für die Realisierung dieser Maßnahme besteht jedoch aus Sicht der Landesregierung nur eine "mittel- bis langfristige Perspektive'. Es wird sich zeigen, ob eine feste Fehmarn-Belt-Querung nicht doch ein Umdenken bewirken wird. Drucksache 15/2135, Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Christel Happach-Kasan (FDP): Verkehrswirtschaftliches Konzept für den Raum Geesthacht-Schwarzenbek-Lauenburg. Der Text wird auf Anfrage zugefaxt (Tel. 0431/9881495).

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