NaWaRo / Wald

Sonntag, 17. November 2002
'Selig sind die Sanftmütigen, ...' Text der Predigt in der St. Michaelis Kapelle in Ohe

Liebe Gemeinde, Sie haben vier Kandidaten im Bundestagswahlkreis Herzogtum Lauenburg/Stormarn Süd eingeladen, zu Ihnen zu sprechen. Carl Eduard von Bismarck Dr. Christel Happach-Kasan Dr. Constatin von Notz Thomas Sauer Ich danke Ihnen für Ihre Einladung. Wir vier sind in den Wochen vor der Bundestagswahl am 22. September auf mehreren Veranstaltungen zusammen gewesen und haben den Bürgerinnen und Bürgern berichtet, warum wir für den Bundestag kandidieren, was wir im Bundestag erreichen wollen, und wir haben auch darum gestritten, welcher Weg der richtige Weg ist, unser Land voranzubringen. Am Rande dieser Veranstaltungen haben wir festgestellt, dass zumindest drei von uns in ihrer Jugend mit der Kirche eng verbunden waren. Ich selbst habe als Schülerin in Ratzeburg an Jugendfreizeiten teilgenommen, war Vertrauensstudentin in der Evangelischen Studentengemeinde in Marburg. Und auch auf Grund dieser Jugenderfahrung danke ich Ihnen, dass Sie mich eingeladen haben. So seltsam es für Sie klingen mag, ich habe während der Veranstaltungen den Eindruck gewonnen, auch Streit verbindet. Sie haben uns auf den Weg gegeben zu dem Wort aus der Bergpredigt zu sprechen: "Selig sind die Sanftmütigen, denn sie werden das Erdreich besitzen.' Ich vermute, dass Sie uns damit - sozusagen mit einem Wort der Bibel - auf den Weg geben wollten, seid sanftmütig. Ich fasse Ihre Einladung, zu diesem Wort zu sprechen, als Appell auf. Und Sie richten diesen Appell an uns, weil Sie meinen, dass Menschen, die sich in der Politik engagieren, die sich in der Politik zu Wort melden, oftmals gerade nicht sanftmütig seien, sondern streitsüchtig, aggressiv, verletzend. Im letzten Bundestagswahlkampf, in dem wir vier Kandidaten um die Stimmen der Wählerinnen und Wähler gerungen haben, waren die Duelle von zwei Kanzlerkandidaten das herausragende Medienereignis. Ich vermute, dass viele von Ihnen die beiden Duelle verfolgt haben. Es wurde das Wort Duell gewählt, weil Streit inszeniert werden sollte, weil mit dem Streit die Aufmerksamkeit der Ö

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