Grüne Gentechnik

Mittwoch, 25. Mai 2005
Antwort der Bundesregierung auf die Kleine Anfrage 'Bedeutung der Gentechnik als Züchtungsmethode und ihre Akzeptanz

Antwort

der Bundesregierung

auf die Kleine Anfrage der Abgeordneten Dr. Christel Happach-Kasan,

Hans-Michael Goldmann, Dr. Karl Addicks, weiterer Abgeordneter

und der Fraktion der FDP

- Drucksache 15/5504 -



Bedeutung der Gentechnik als Züchtungsmethode und ihre Akzeptanz



Vorbemerkung der Fragesteller:



Die Gentechnik ist eine Züchtungsmethode, die in der zweiten Hälfte des vorigen Jahrhunderts entwickelt wurde. Sie wird inzwischen in der Züchtung von Organismen aller systematischen Gruppen angewendet: Bakterien, Pflanzen, Tiere. Mit der Gentechnik ist es gelungen, den Pool der natürlichen Gene zu vergrößern, die für die Züchtung zur Verfügung stehen. Damit kann auf die künstliche und in keiner Weise steuerbare Erzeugung von Mutationen durch Behandlung mit mutagenen Substanzen oder Bestrahlung verzichtet werden. Die Gentechnik ist eine sehr zuverlässige Methode. Nach Aussagen der Bundesregierung gibt es im Bereich der grünen Gentechnik keine Beispiele für Schäden von Gesundheit oder Natur durch gentechnisch veränderte Pflanzen. Die Gentechnik hat die Entwicklung wichtiger Medikamente ermöglicht. Mehr als 100 gentechnisch hergestellte Arzneimittel und Impfstoffe sind bei uns auf dem Markt: Humaninsulin, Interferone, Interleukine, Blutgerinnungsfaktoren, Impfstoffe und andere. Mit gentechnischen Methoden wurden Modelltiere für die Erforschung von Krankheiten gezüchtet. Verschiedene Enzyme, wie Chymosin, Aminosäuren wie Methionin, Vitamine wie Vitamin B2 werden fermentativ mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen erzeugt. Bt-Pflanzen, resistent gegen verschiedene Insekten, tragen in verschiedenen Ländern dazu bei, den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu vermindern. Gleichzeitig werden dadurch Menschen vor Unfällen mit Pflanzenschutzmitteln geschützt. In der Forschung wird an der Züchtung von Kulturpflanzen gearbeitet, die Eigenschaften aufweisen wie die Resistenz gegenüber zurzeit nicht bekämpfbaren Viruserkrankungen, Resistenz gegenüber Trockenheit, Produktion von Omega-3-Fettsäuren zur Vorbeugung gegen koronare Herzkrankheiten. Die Bundesministerin für Verbraucherschutz, Ernährung und Landwirtschaft, Renate Künast, hat in ihrer Rede im Deutschen Bundestag zur 2./3. Lesung des Zweiten Gesetzes zur Neuordnung des Gentechnikrechts geäußert, dass 70 Prozent der Bevölkerung keine gentechnisch veränderten Lebensmittel wolle (s. Plenarprotokoll 15/167 vom 18. März 2005, S. 15671).



1. Auf welche Umfrage stützt sich die Aussage der Ministerin, dass 70 Prozent der Bevölkerung keine gentechnisch veränderten Lebensmittel wollen?



2. Wann und von wem wurde die Umfrage in Auftrag gegeben, welches Institut hat die Umfrage durchgeführt, welche Fragen wurden den Probanden vorgelegt und wie war das genaue Ergebnis der Umfrage?



Die Fragen 1 und 2 werden wegen ihres Zusammenhanges gemeinsam beantwortet. In den vergangenen Jahren wurden mehrfach Umfragen durchgeführt, die in etwa zu den gleichen Ergebnissen gelangten. Die in der Ö

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