NaWaRo / Wald

Mittwoch, 18. Dezember 2002
Rot-grüne Forstpolitik auf dem Irrweg

Berlin. Zum Bericht der Bundesregierung zur Kritik von Umweltschutzorganisationen an der FSC-Zertifizierung von Wäldern erklärt die Obfrau im Verbraucher-, Ernährungs- und Landwirtschaftsausschuss der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan: Auf Antrag der FDP-Fraktion hat die Bundesregierung im Agarausschuss einen Bericht zu den Ergebnissen der "Forest Stewardship Council" (FSC)-Vollversammlung im November in Mexiko gegeben. Anlass des Berichtswunsches war die Kritik der Umweltorganisation Rainforest Foundation. Vertreter der Bundesregierung und Fraktionsmitglieder von SPD und GRÜNEN mussten gravierende Mängel der FSC-Zertifizierung insbesondere in Entwicklungsländern eingestehen. Die FDP begrüßt daher die überfällige Zusage der Bundesregierung, diese Schwachstellen im Interesse einer nachhaltigen Forstwirtschaft und der dort lebenden indigenen Völker zu beseitigen. Allerdings erfordert dieses Eingeständnis entsprechende Konsequenzen der rot-grünen Forstpolitik in Deutschland. Hier hat Rot-Grün einseitig auf die FSC-Zertifizierung gesetzt. Das ist zum Nachteil der privaten Waldbesitzer und muss korrigiert werden. Mit der FSC-Zertifizierung geht eine Kostenbelastung einher, die sich durch höhere Preise am Markt nicht ausgleichen lässt. Für die FDP-Bundestagsfraktion fordere ich daher die Bundesregierung auf, ihren ideologischen Irrweg der einseitigen Bevorzugung der FSC-Zertifizierung aufzugeben. Weitere Kostenbelastungen, die die Wettbewerbsfähigkeit der privaten Waldbesitzer verringern, sind für die FDP nicht akzeptabel. Das gilt umso mehr, wenn damit wie bei der FSC-Zertifizierung negative ökologische und soziale Auswirkungen vor allem in Entwicklungsländern einhergehen.

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