Fischerei

Freitag, 10. Januar 2003
Industriefischerei schadet den Fischbeständen in Nord- und Ostsee

BERLIN. Zur Antwort der Bundesregierung auf Fragen zu den Auswirkungen der Industriefischerei auf Fischbestände in Nord- und Ostsee, erklärt die FDP-Bundestags-abgeordnete, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: Die Antworten der Bundesregierung belegen die negativen Auswirkungen der Industriefischerei in der Nord- und Ostsee. Mehr als 1 Million Tonnen Industriefische werden Jahr für Jahr in der Nordsee gefangen und zu Fischmehl und Fischöl verarbeitet. Neben Stintdorschen, Sandaalen und Sprotten landen auch Jungfische der verschiedenen Konsumfischarten in den Netzen. Mehr als 12 Prozent der zweijährigen Schellfische werden auf diese Weise getötet. Vermutlich liegen die realen Zahlen höher, denn die Registrierung des Beifangs ist nach Auskunft der Bundesregierung unvollständig. Die Bestandsentwicklung der Schellfische wird somit durch die Industriefischerei deutlich beeinträchtigt. Aus Sicht der FDP-Bundestagsfraktion sind die bisher von der Bundesregierung unternommenen Anstrengungen zum Schutz der Bestandsentwicklung der Konsumfischarten unzureichend. Die Dorscharten sind die wichtigsten Konsumfische der norddeutschen Fischer. Zum Schutz der Bestände mussten in der Vergangenheit mehrfach die Fangquoten reduziert werden. Es besteht das gemeinsame Ziel in der EU, eine nachhaltige Befischung der Bestände zu erreichen. Dazu gehört eine weitere deutliche Verminderung der Industriefischerei und die gleichzeitige Minderung des Beifangs von Konsumfischarten. Offensichtlich hat sich die Bundesregierung in der Vergangenheit auf europäischer Ebene nicht energisch genug für eine effektive Begrenzung des Beifangs der Industriefischerei eingesetzt. Zumindest eine Halbierung des erlaubten Beifangs von 10 auf 5 Prozent muss durchgesetzt werden. Die Bundesregierung sollte sich in ihrer Politik stärker für die Interessen der heimischen Konsumfischerei und der Ö

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