NaWaRo / Wald

Sonntag, 26. Januar 2003
Der Nationale Ethikrat empfiehlt dem Deutschen Bundestag, die Anwendung von PND und PID in einem Gesetz zu regeln

In einer umfangreichen Stellungnahme mit dem Titel "Genetische Diagnostik vor und während der Schwangerschaft' hat der Nationale Ethikrat seine Empfehlungen zum Umgang mit der Pränataldiagnostik und der Präimplantationsdiagnostik dargelegt. Er empfiehlt einmütig, "die Anwendung der Pränatal- und Präimplantationsdiagnostik (PND, PID) in einem besonderen, umfassenden Fortpflanzungsmedizingesetz zu regeln.' Die stellvertretende Landesvorsitzende der FDP, Dr. Christel Happach-Kasan, erklärt dazu: "Der Nationale Ethikrat distanziert sich mit seiner Stellungnahme von der fundamentalistischen Ablehnung der Möglichkeiten der Gendiagnostik. Er berücksichtigt die besonderen Nöte von Paaren, bei denen ein oder beide Partner Überträger schwerer Krankheiten sind. In Verantwortung für diese Menschen gibt er dem Deutschen Bundestag Empfehlungen für eine Gesetzesinitiative zur Neuregelung des Umgangs mit der PND und der PID. Er empfiehlt eine begrenzte Zulassung der PID und weist damit den Weg zu einer das Einzelschicksal würdigenden Umgangsweise mit den Methoden der genetischen Diagnose. Die schleswig-holsteinische FDP sieht sich durch den Nationalen Ethikrat in ihrer Befürwortung der PID bestätigt. Bereits im Frühjahr 2000 hat die FDP nach umfassender Anhörung von Wissenschaftlern die begrenzte Zulassung der PID befürwortet. Die Bundesärztekammer hat sich in ähnlicher Weise für die begrenzte Zulassung der PID ausgesprochen. Für die FDP ist entscheidend, dass Paare mit genetischer Disposition für eine schwere genetisch bedingte Erkrankung ihrer Kinder durch die PID die Chance für die Erfüllung ihres Wunsches nach einem gesunden Kind erhalten. Nach Auffassung der FDP ist es nicht gerechtfertigt, allein aus Furcht vor Missbrauch der PID diesen Paaren die Erfüllung ihres Wunsches nach einem gesunden Kind zu verwehren.

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