NaWaRo / Wald

Donnerstag, 13. Februar 2003
Greiser-Gutachten drei Jahre verspätet

Die Aussage in dem Presseartikel "Bundesverfassungsgericht gab Prof. Greiser in vollem Umfang recht' trifft nicht zu: Das Bundesverfassungsgericht hat vielmehr in seiner Entscheidung vom 6. Dez. 2002 die beiden bisherigen Urteile (Urteil des Landgerichts Kiel vom 19. März 1999, Urteil des Schleswig-Holsteinischen Oberlandesgerichts in Schleswig vom 31. März 2000) aufgehoben. Das Bundesverfassungsgericht hat die Sache an das Oberlandesgericht zurückverwiesen und dem Gericht aufgegeben, den Wahrheitsgehalt der von Prof. Greiser angegriffenen Äußerungen, soweit ein Tatsachenkern festgestellt wurde, zu überprüfen. Ob die angegriffenen Äußerungen "üble Nachrede' oder gar unterlassungsbewehrte "rufschädigende Äußerungen' sind, ist damit bis zum Ergebnis der Beweisaufnahme durch das Oberlandesgericht offen. Der Rechtsstreit ist nicht beendet, sondern er geht in eine weitere Runde. Die Bewertung des Gerichtsurteils durch Prof. Greiser stellt somit eine völlige Verdrehung der Tatsachen dar. Es entsteht die Frage, ob er bei der Auswertung wissenschaftlicher Daten in ähnlicher Weise verfährt und wissenschaftliche Ergebnisse im Sinn seiner Wunschvorstellungen uminterpretiert. Prof. Greiser hat nunmehr die Vorstellung des Abschlussberichts der Norddeutschen Fallkontrollstudie für den April angekündigt. Dabei verschweigt er wohlweislich, dass laut Vertrag zur Durchführung einer Norddeutschen Fallkontrollstudie zwischen dem BIPS (Bremer Institut für Präventionsforschung und Sozialmedizin), und den Ländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Hamburg vom November 1996 der 31. März 2000 als Abgabetermin genannt wurde.

Pressemitteilungen

Pressemitteilungen

Freitag, 4. Januar 2013
Fakten statt Ideologien - Novelle des Arzneimittelgesetzes weist den Weg zur Verringerung des Einsatzes von Antibiotika in der Tierhaltung weiter lesen

Alle Meldungen zum Thema