NaWaRo / Wald

Montag, 17. Februar 2003
Stand der Realisierung de Verkehrsprojekte im Kreis

Gemeinsam mit dem Vorsitzenden der FDP-Kreistagsfraktion, Dieter Ruhland, besuchte die Bundestagsabgeordnete Dr. Christel Happach-Kasan das Straßenbauamt in Lübeck und sprach mit dem Leiter Dr. Gerhard Diederichs über den Stand der verschiedenen Verkehrsprojekte im Kreis Herzogtum Lauenburg. Anlass des Besuchs war der Entwurf des neuen Bundesverkehrswegeplanes, der inzwischen von der Bundesregierung an die Länder weitergeleitet wurde. "Für die FDP-Kreistagsfraktion ist es ein wichtiges Anliegen bei der Aufstellung des nächsten Bundesverkehrswegeplanes, die wichtigsten Kreisprojekte gut zu positionieren.' so Dieter Ruhland. Dr. Christel Happach-Kasan wird sich intensiv um die Realisierung der verschiedenen Verkehrsprojekte im Kreis kümmern. Nordkreis Das Planfeststellungsverfahren für den auf Kreisgebiet liegenden Abschnitt der A 20 ist abgeschlossen, die Verlagerung der B 207 an die Bahntrasse in der Planung. Für die Anbindung der A 20 an die B 207 (alt) südlich Groß Grönau gibt es einen Planfeststellungsbeschluss, für die Anbindung an die neue Trasse der B 207 noch nicht. Die FDP des Kreises setzt sich auf allen Ebenen für die Anbindung der A 20 an die neue Trasse der B 207 ein. "Wir fragen uns, warum überhaupt die Anbindung an die B 207 alt in Auftrag gegeben wurde. Dies war überflüssig, diese Anbindung darf nicht gebaut werden', so Dieter Ruhland. Nach Einschätzung von Dr. Diederichs wird die Fertigstellung der A 20 eine deutliche Entlastung für Ratzeburg bringen. Vor dem Bau der von der jetzigen Mehrheit in der Ratsversammlung befürworteten Ratzeburger Ortsumgehung muss eine verkehrswirtschaftliche Untersuchung durchgeführt werden, in der die Auswirkungen für den Verkehr und die umwelt untersucht werden. Die Kosten sollen zur Hälfte von der Stadt getragen werden. Die Vereinbarung darüber wurde noch nicht geschlossen. Fachleute halten eine Trasse zwischen dem Küchensee und Schmilau auf Grund der Höhenverhältnisse und der hochwertigen Natur in dem Gebiet für nicht realisierbar. Die FDP sieht sich daher in ihren Forderungen bestätigt: Fertigstellung der südlichen Sammelstraße als Umgehung des Marktplatzes und Bau einer großen Umgehung mit der Nordspange nördlich Mölln und der Umgehung Schmilau. Der Planfeststellungsbeschluss zum Bau des Harmsdorfer Kreuzes ist nicht vollziehbar, da gegen ihn geklagt wird. Mit dem Antrag auf Sofortvollzug soll erreicht werden, dass mit dem Bau der Umgehung Harmsdorf so schnell wie möglich begonnen werden kann. Die FDP setzt sich seit langem für die Verlagerung des Harmsdorfer Kreuzes ein. "Außerdem sollte im Zuge der Maßnahme ein höhenfreier Übergang über die Schienen verwirklicht werden', so Happach-Kasan. Mit dem Bau des Radweges von Mustin nach Mecklenburg soll in diesem Jahr endlich begonnen werden, für das zweite Teilstück läuft das Planfeststellungsverfahren. Die von der Unteren Naturschutzbehörde geforderten Umweltverträglichkeitsprüfungen haben zur Verzögerung beigetragen. Südkreis Die Ortsumgehung von Geesthacht hat oberste Priorität. Die Stadt beteiligt sich an den Planungskosten. Das Verhältnis der zu erwartenden Kosten im Vergleich zum Nutzen der Umgehung ist sehr günstig. Das Projekt hat oberste Priorität im Bundesverkehrswegeplan. Für die Nordumgehung von Schwarzenbek soll keine weitere Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden, für die Westumgehung, das ist der Verlauf der B 404, gibt es keinen Planungsauftrag. Nach Auffassung der FDP soll in den Bundesverkehrswegeplan auch die Weiterführung der A 21 von der Kreuzung mit der A 24 nach Geesthacht und weiter nach Lüneburg in den vordringlichen Bedarf aufgenommen werden. Nur so ist gewährleistet, dass die Dörfer im Lauenburgischen nicht vom östlich an Hamburg vorbeiführenden Nord-Süd-Verkehr belastet werden. Für die Planung der Nordostumgehung von Lauenburg wird gemeinsam mit der Stadt ein Korridor gesucht. Dabei sind die Überlegungender Stadt zur Planung eines Gewerbegebiets im Bereich des Hafens einzubeziehen. Die Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal in Büchen ist die erste Spannbetonbrücke in Schleswig-Holstein. Sie ist unterdimensioniert, daher kann der Verkehr nur einspurig über die Brücke geführt werden. Auch wenn langfristig eine Neubau der Brücke anzustreben ist, ist nach Einschätzung der FDP die Unterführung der Landesstraße unter die Gleise das größte Verkehrshindernis in Büchen. Lastkraftwagen, die die Unterführung passieren, verursachen mehrmals täglich in Büchen längere Staus. Die FDP ist der Auffassung, dass die Straßenführung durch Einbeziehung der Fußgängerwege verbessert werden könnte. Dafür müsste ein separater Fußgängertunnel gebaut werden.

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