NaWaRo / Wald

Freitag, 7. März 2003
Frauen in der Politik: Bleibt alles beim alten!?

Zum Internationalen Frauentag am 8. März 2003 erklären die Frauen des FDP-Kreisverbandes Herzogtum Lauenburg: Mehr als die Hälfte aller Wahlberechtigten in Schleswig-Holstein sind Frauen. Im bisherigen Kreistag waren Frauen mit 29 Prozent vertreten. Doch in dem am letzten Sonntag neu gewählten Kreistag wird der Frauenanteil bei nur 23,4 Prozent liegen. Und die Position des Kreistags-präsidenten wird wieder von einem Mann übernommen. Sind dieses Anzeichen für einen Rückschritt der Gleichstellung in unserem Kreis? Der geringe Anteil der Wahlkreiskandidatinnen des Wahlsiegers CDU von nur 15 Prozent vermindert den Anteil der Frauen im neuen Kreistag - zum Vergleich: der Anteil der Wahlkreiskandidatinnen ist bei der FDP fast doppelt so hoch: 29,6 Prozent. Auch wenn Gleichstellung keine Frage der Quantität ist, nach dieser Wahl ist die Politik deutlich stärker männerbestimmt als vorher. Nach Auffassung der liberalen Frauen macht das Ergebnis deutlich: "Die gesellschaftliche Gleichstellung der Frau kann nur über eine Bewusstseinsänderung bei Männern und Frauen gelingen. Wir Frauen müssen deutlich machen, dass es für unsere gesamte Gesellschaft ein Verlust ist, wenn weiterhin gut ausgebildete Frauen ausgegrenzt und an den Herd geschickt werden. Angesichts von 1,1 Mio. offener Stellen ist es ein Armutszeugnis dieser Gesellschaft, dass nicht mehr Frauen ermutigt werden, sich um diese Stellen zu bewerben", erklärt Dr. Christel Happach-Kasan, Kreisvorsitzende und Bundestagsabgeordnete. Es gibt auch Erfolge: "Wenn Entscheidungen zur Besetzung von Stellen auf Basis rationaler Kriterien erfolgen, profitieren alle Seiten. Das beste Beispiel dafür ist unsere oberste Verwaltungschefin im Kreis", so Susanne Itzerott, langjährige Kreistagsabgeordnete und Ortsvorsitzende von Aumühle-Wohltorf. "Wir Liberale wollen Rahmenbedingungen schaffen, die allen Frauen die von ihnen gewünschte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ermöglichen. Dafür brauchen wir insbesondere bessere Kinderbetreuungseinrichtungen und mehr Ganztagsschulangebote," so die Kreisgeschäftsführerin Anne Christina Remus.

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