Fischerei

Donnerstag, 19. Juni 2003
Industriefischerei untergräbt Deutschlands Glaubwürdigkeit beim Schutz der Wale

BERLIN. Zum Abschluss der Jahrestagung der Internationalen Walfangkommission (IWC) erklärt die Fischereiexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: Eine große Mehrheit im IWC hat sich gegen den wissenschaftlichen Walfang ausgesprochen. Das ist ein wichtiges Signal zum besseren Schutz der Wale. Damit Japan und Norwegen dieser Aufforderung nachkommen und Island gar nicht erst die Wal-Jagd unter diesem Deckmantel aufnimmt, müssen diese Länder noch überzeugt werden. Deutschland ist allerdings nicht glaubwürdig, wenn es kommerziellen Walfang verbietet, aber den unbeabsichtigten Beifang geschehen lässt. So landen in den nördlichen Küstengewässern Dänemarks in jedem Jahr über 7.000 Wale in den Stellnetzen. Das muss sich ändern, wenn die Bundesregierung die Walfangnationen Japan, Norwegen und Island überzeugen möchte. Deshalb lehnt die FDP-Bundestagsfraktion die Industriefischerei in Nord- und Ostsee ab, die wahllos Meerestiere zur Verarbeitung zu Fischöl und Fischmehl fängt. Wir wollen eine deutliche Minderung des Beifangs von Meeressäugern. Die FDP-Bundestagsfraktion unterstützt den Fortbestand des Moratoriums. Erst nach einer weiteren Erholung der Bestände, des Aufbaus eines effektiven Kontrollsystems und der Einigung über ein internationales Inspektionssystems darf ein vorsichtiger Einstieg in eine nachhaltige Nutzung der Walbestände erfolgen. Schon heute muss aber gewährleistet werden, dass der Walfang der indigenen Völker für den eigenen Bedarf weiterhin erlaubt bleibt. Beispielsweise sind Tschuktschen und Inuit in ihrer Lebensgrundlage abhängig vom Walfang. Keiner darf diesen Völkern ihre existenziellen Rechte streitig machen.

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