NaWaRo / Wald

Donnerstag, 12. Juni 2003
Zur Jahrestagung des Nordwestdeutschen Forstvereins

Berlin. Zur Jahrestagung des Nordwestdeutschen Forstvereins am 11. Juni in Fredeburg (Schleswig-Holstein) erklärt die Forstexpertin der FDP-Bundestagsfraktion: Einhundert Jahre nach der 18. Wanderversammlung des Nordwestdeutschen Forstvereins lädt der Nachfolgeverein auf seiner Jahrestagung zu einer Lehrwanderung ein, die unter dem Motto "Ein Wiedersehen nach 100 Jahren' den Spuren ihrer Vorgänger folgt. Der Forstverein macht damit deutlich, Forstleute sind sich bewusst, dass die Ergebnisse ihrer Arbeit im Wald erst von nachfolgenden Generationen bewertet und genutzt werden. In diesem Bewusstsein ist das Prinzip der Nachhaltigkeit geprägt worden. Was für die praktische Arbeit im Wald zutrifft, gilt auch für die Forstpolitik. Forstpolitik hat die schwierige Aufgabe, Wälder für eine Welt von morgen aufzubauen, deren Bedürfnisse heute nur ungefähr abgeschätzt werden können. Diese besonderen Anforderungen verpflichten dazu, die verschiedenen Nutzwirkungen des Waldes in ähnlicher Weise zu berücksichtigen: die Produktion von Holz als nachwachsendem Rohstoff, den Schutz von Grundwasser, Klima und Natur. Die Ergebnisse der Forstpolitik lassen sich frühestens nach Jahrzehnten beurteilen. Die Zeitspanne von Wahlperioden ist zu kurz, um Erfolg oder Misserfolg von Maßnahmen einschätzen zu können. Bei der Betrachtung unserer heutigen Wälder können wir Waldbilder erleben, die begeistern und andere, die waldbauliche Fehler erkennen lassen. Die für die Zündholzproduktion angebauten Pappeln sind dafür ein Beispiel. Der Bedarf an Streichhölzern ist drastisch gesunken. Der von Greenpeace herausgegebene Holzmarktführer, der Holz aus heimischen Wäldern die Kategorie "empfehlenswert' weitgehend verweigert, negiert die Langfristigkeit forstlicher Entscheidungen. Er führt daher in die Irre. Welche der Kriterien von Zertifizierern wirklich den Wald aufbauen, der den Erfordernissen der Gesellschaft von morgen genügen, weiß niemand. Darum brauchen wir bei Beachtung der natürlichen Gegebenheiten der Standorte mehr Pluralität im Waldbau und weniger ideologische Rechthaberei.

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