Grüne Gentechnik

Donnerstag, 3. Juli 2003
Weg für Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen ist frei

Zur Entscheidung des Europäischen Parlamentes zur Kennzeichnung gentechnisch veränderter Produkte erklärt die Gentechnikexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: Der Kompromiss zur Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit gentechnisch veränderter Produkte bietet die Möglichkeit, den Stillstand bei der grünen Gentechnik zu überwinden. Zukünftig sollen Lebens- und Futtermittel, die mehr als 0,9 % GVO enthalten, gekennzeichnet werden. Außerdem ist jetzt die lückenlose Rückverfolgung von gentechnisch veränderten Organismen in Lebens- und Futtermitteln geregelt. Damit entfallen die vermeintlichen Bedenken gegen die Zulassung von gentechnisch veränderten Pflanzen in Europa. Europa und Deutschland sollten nunmehr die Chance ergreifen, die Potenziale dieser Zukunftstechnologie auszuschöpfen. Allerdings steht der Praxistest für die neuen Regeln noch aus. Insbesondere die Kennzeichnungspflicht für Endprodukte, in denen sich kein verändertes Erbmaterial oder Eiweiß nachweisen lässt, bringt für die Verbraucher keine Vorteile und ist nicht praxistauglich. Die Produkte werden lediglich teurer und dem Betrug wird Tür und Tor geöffnet. Die Klage der USA vor der Welthandelsorganisation (WTO) dürfte mit diesem Kompromiss zudem nicht abzuwenden sein.

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