NaWaRo / Wald

Montag, 14. Juli 2003
Künast irrlichtert zwischen Horrorszenarien und Schönfärberei

BERLIN. Zu den Äußerungen von Ministerin Künast, der Trend zum Waldsterben sei gestoppt, erklärt die forstpolitische Sprecherin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel HAPPACH-KASAN: Ministerin Künast irrlichtert mit ihren aktuellen Einschätzungen zum Zustand des heimischen Waldes zwischen Horrorszenarien, die vor allem Bündnis 90 / Die Grünen in der Vergangenheit aufgebaut haben, und einer Schönfärberei, die nicht durch die Waldzustandsberichte belegt ist. Frau Künast sollte erst einmal den Waldzustandsbericht 2002 aus ihrem eingenen Hause lesen. Denn: das "Waldsterben" ist nicht gestoppt, da die Versauerung der Böden weiter fortschreitet. Die Fakten sind: 1. Weiterhin weist rund 1/4 der Waldbestände deutliche Schäden auf. 2. Die Versauerung der Waldböden schreitet weiter fort. 3. In Deutschland hat die Waldfläche seit Jahrzehnten um etwa 0,5 Mio. Hektar zugenommen. Insbesondere die weiter zunehmende Versauerung der Waldböden birgt erheblichen Sprengstoff für Fauna und Flora sowie das Grundwasser im heimischen Wald. Deshalb fordert die FDP-Bundestagsfraktion eine stärkere Kalkung von Waldböden, um der Versauerung entgegenzuwirken. Eine stärkere Kalkung wird allerdings von Ministerin Künast und ihrer Partei wieder einmal aus fachfremden Gründen abgelehnt. Mit einem Schönreden der Probleme ist aber weder dem Wald noch den Waldbesitzern und der Holzwirtschaft in Deutschland geholfen. Überflüssig wie die Äußerung von Frau Künast ist auch die im Koalitionsvertrag angekündigte Novelle des Bundeswaldgesetzes. Noch mehr Bürokratie und Reglementierungen sind überflüssig und schädlich.

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