Fischerei

Mittwoch, 23. Juli 2003
Mehr Einsatz zur Eindämmung der Industriefischerei nötig

Anlässlich der Beantwortung ihrer Kleinen Anfrage zur Industriefischerei durch die Bundesregierung, erklärt die Fischereiexpertin der FDP-Bundestagsfraktion, Dr. Christel Happach-Kasan: Fast 800.000 t in der deutschen Nordsee gefangener Fisch wurden allein von den Dänen 2002 industriell verarbeitet. Davon dürfen 10%, also 80.000 t als sogenannter Beifang, also eigentlich für die Industriefischerei nicht zugelassene Fischarten mit ins Netz gehen. Wenn man berücksichtigt, dass dieses Jahr von 11 kontrollierten Fabrikschiffen in deutschen Gewässern 4 gegen die erlaubten Beifangmengen verstoßen haben, so wird deutlich, dass dringender Handlungsbedarf besteht. Wir fordern von Frau Künast, noch in diesem Jahr einen Vorstoß zu unternehmen, um weitere Einschränkungen der Industriefischerei zu erreichen. Die FDP fordert für die Nordsee ähnlich wie in der Ostsee Vorranggebiete und Ausschlussgebiete für die Industriefischerei. Im Dezember 2002 wurde von der EU vor Schottland beispielsweise ein Gebiet für die industrielle Sandaalfischerei gesperrt. Weiterhin muss der erlaubte Beifang von jetzt 10 Prozent auf 5 Prozent Konsumfische reduziert werden. Nur durch ständige Verschärfung der Bedingungen für die Industriefischerei kann in den Ländern, in denen diese Art des Fischfangs wirtschaftlich so bedeutend ist wie in Dänemark ein struktureller Wandel angestoßen werden!

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